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Ikea ist mit 162’000 Beschäftigten und einem Umsatz von 39,6 Milliarden Euro weltgrösster Möbelhändler. Doch die Gruppe ist blickdicht verschraubt und für Externe nicht durchschaubar – höchst gewollt. Zudem gehört der Konzern, der einen Wert von Dutzenden Milliarden Franken repräsentiert, nicht Aktionären oder anderen Personen – sondern sich selbst, was in Sachen Steuern bestimmt nicht nachteilig ist. Absurd? Absurd! Am Firmengeflecht wird weiterhin fleissig herumgeschraubt.
Die Söhne von Ingvar Kamprad (1926–2018), Peter (61, Bild), Jonas (59), und Mathias (56), jedenfalls hätten auf die Gelder keinen Zugriff mehr, so wurde BILANZ versichert. Ihnen gehöre einzig die Firmengruppe Ikano, die in den Branchen Datenanalyse, Finanzgeschäfte, Versicherungen, Industrieproduktion und Immobilien tätig ist sowie mehrere Shoppingcenter betreibt. Doch trotz der Trennung wird zwischen den beiden Firmengruppen munter gedealt. So hat im Vorjahr Ikano die Ikano Bank AB an Ingka verkauft, den Betreiber der Ikea-Läden. Selbstverständlich wurde kein Verkaufspreis genannt. Die Kamprad-Brothers sind noch verschwiegener als ihr Vater.
(Stand: November 2025)
Entwicklung des Vermögens
Lange war es um die von Jorge Lemann (86, Bild) und seinen Kompagnons Carlos Sicupira (77) und Marcel Telles (75) aufgebaute Investmentfirma 3G Capital ruhig. Bis das Trio im letzten Frühjahr mit einem Grosseinkauf erneut für Schlagzeilen sorgte. Sie übernahmen für 9,4 Milliarden Dollar die US-Firma Skechers, einen Produzenten von Turn- und Freizeitschuhen. Sofort schossen die Spekulationen ins Kraut: Da könnte sich doch eine Fusion zwischen den Amerikanern und dem Schweizer Schuhsporthersteller On anbahnen, mutmassten einige Medien.
Völlig abwegig sind solche Gedankenspiele nicht. Der schweizerisch-brasilianische Doppelbürger Lemann mit Wohnsitz am Zürichsee bei Rapperswil-Jona ist seit Jahren eng mit Roger Federer (44) befreundet. Und der einstige Tennisstar ist Aushängeschild, Berater und Miniaktionär von On. Zudem hält Lemanns 33-jähriger Sohn Marc 6,2 Prozent der Aktien von On, Lemanns 3G-Partner Sicupira besitzt weitere 6,9 Prozent. Aus dem Zusammengehen entstünde ein Konzern mit einem Umsatz von deutlich über zehn Milliarden Dollar, wobei On klar Juniorpartner wäre. Doch Jorge Lemann winkte ab und will von einer Heirat nichts wissen.
Sowieso muss sich der Multimilliardär um Baustellen in seinem Konsumgüterreich kümmern. Beim weltgrössten Braukonzern etwa, AB InBev, seinem werthaltigsten Vermögensteil, wurde auch schon fleissiger Bier gezapft als in den letzten Monaten. Dann hat die Beteiligung an Restaurant Brands International, wo unter anderem der Hamburgerbrater Burger King drinsteckt, leicht an Wert verloren. Wie es um das Investment bei Hunter Douglas steht, wo Lemann via 3G vor drei Jahren für 7,1 Milliarden Dollar 75 Prozent der Anteile erworben hat, ist nicht bekannt. Seit dem Rückzug von der Börse gibt sich der Weltmarktführer für Fensterverkleidungen blickdicht.
(Stand: November 2025)
Entwicklung des Vermögens
Lange hielten sich die Roche-Erben von der Öffentlichkeit fern. Das hat sich geändert. Maja Hoffmann steht als Präsidentin des Locarno Film Festival im Rampenlicht, Roche-Verwaltungsrat Jörg Duschmalé (41, Bild) tritt in einer Fernsehdokumentation auf, und Roche-Vizepräsident André Hoffmann (67) wirbt als Co-Buchautor für einen verantwortungsvollen Kapitalismus. In «Die neue Natur des Wirtschaftens: Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Wohlstand» fordert Hoffmann Unternehmen auf, ihren Erfolg nicht nur an Profiten zu messen, sondern auch an ihrem Beitrag zu Umwelt und Gesellschaft.
Dabei gewährt der Familiensprecher auch Einblicke in seine Erfahrungen beim Pharmakonzern Roche. Die Nachfahren von Firmengründer Fritz Hoffmann-La Roche kontrollieren 72,5 Prozent der stimmberechtigten Inhaberaktien des Basler Pharmariesen. Im nächsten Jahr soll die komplexe Aktienstruktur des 1896 gegründeten Unternehmens modernisiert und die veralteten Genuss- in Partizipationsscheine umgetauscht werden.
Das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt von Diskussionen über Medikamentenpreise und den neuen US-Zöllen auf Pharmaprodukten. Als Reaktion darauf kündigte Roche Investitionen von 50 Milliarden Dollar in amerikanische Produktionsstätten sowie Einrichtungen in Forschung und Entwicklung an. Die US-Tochter Genentech errichtet derzeit für 700 Millionen Dollar ein neues Werk in North Carolina, das Medikamente gegen Fettleibigkeit herstellen wird. Um in diesem boomenden Therapiefeld aufzuholen, übernahm Roche für 2,4 Milliarden Dollar das auf Stoffwechselerkrankungen spezialisierte Biotechnologie-Unternehmen 89bio. Trotz aller Turbulenzen und anhaltenden Unsicherheiten, vor allem in den Vereinigten Staaten, konnten die Roche-Aktien im Jahresvergleich zulegen.
(Stand: November 2025)
Entwicklung des Vermögens
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