Guten Tag,
Der in Cologny bei Genf lebende David Wertheimer, Sohn des Chanel-Miteigentümers Gérard Wertheimer, emanzipiert sich zunehmend vom elterlichen Erbe. Während das familiäre Vermögen auf rund 33,5 Milliarden Franken geschätzt wird, baut der Filius eine eigene Investmentplattform auf. Mit seiner 2023 gegründeten Firma 1686 Partners fokussiert er sich auf den Lifestyle-Sektor. Einen entsprechenden Fonds hat er im April 2026 erfolgreich geschlossen, nachdem er 200 Millionen US-Dollar bei internationalen Investoren und Unternehmerfamilien eingesammelt hatte.
Das Portfolio umfasst zehn Beteiligungen an Marken und Technologieplattformen; von Luxusbrillen über Schönheitsprodukte und Sportkleider bis zu einem K-Pop-Label. Dabei investiert er in Firmen, die den technologischen Wandel der Branche vorantreiben. Parallel bleibt er Partner bei Mirabaud Private Equity. Er wie auch 1686 Partners zählen zu den Investoren des Zuger Medtech-Unicorns VVardis der Schwestern Haley (56) und Goly Abivardi (52). Privat engagiert er sich seit Ende 2025 im Stiftungsrat der Genfer TOVA Foundation, die von seiner Ehefrau geleitet wird. Die Stiftung fungiert als Plattform für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch zwischen der Schweiz und Kasachstan.
(Stand: Mai 2026)
Vater Jorge Lemann (86), der sein Vermögen vor allem mit Bier und Fast Food aufgebaut hat, rangiert seit Jahren in den Top Ten der Reichsten der Schweiz. Marc, Sohn aus zweiter Ehe, zeigt von dessen sechs Kindern am meisten unternehmerischen Spirit. Er ist unter anderem Gründer der Investmentgesellschaften Maai und Go4it, die in Start-ups, Sporttechnologie und digitale Medien investieren. Mit rund sechs Prozent gehört er zu den grössten Aktionären der Schweizer Turnschuhfirma On, das Paket hat einen Wert von über 600 Millionen Dollar. Lemann vertritt den Vater in Verwaltungsräten, seit 2021 etwa bei Restaurant Brands International (RBI), der Muttergesellschaft von Burger King. Die Herabstufung seines Vermögens ist einer konservativeren Bewertungsmethodik als in den letzten Jahren zuzuschreiben.
(Stand: Mai 2026)
Die Fussballbegeisterung hat er von seinem Vater geerbt, dem 2009 an Leukämie verstorbenen Robert Louis-Dreyfus, einst Sponsor des französischen Clubs Olympique Marseille. 2022 wurde Kyril Louis-Dreyfus erst 24-jährig Mehrheitsbesitzer des englischen Fussballclubs AFC Sunderland. Der traditionsreiche Verein lag damals am Boden, war nach 2017 in die Drittklassigkeit abgestürzt und daher billig zu haben – 20 bis 50 Millionen Pfund kostete ihn die Sache. Inzwischen hat sich der Wert des Clubs vervielfacht und liegt laut englischen Schätzungen bei gut 350 Millionen Pfund.
Dem Ganzen liegt eine einzigartige Erfolgsgeschichte zugrunde. Unter dem jungen Besitzer schaffte der AFC vor knapp einem Jahr die Rückkehr in die Premier League, und nicht nur das: Der Aufsteiger hält gut in der Tabellenmitte mit und hat gar Grössen wie Chelsea geschlagen. Ein goldenes Händchen hatte Louis-Dreyfus letzten Sommer mit der Verpflichtung des Schweizer Nationalspielers Granit Xhaka, der als Dreh- und Angelpunkt des erfolgreichen Spiels wirkt. Grundlage seines Vermögens ist aber der ihm zustehende Anteil am Familienkonzern Louis Dreyfus Company, der von Mutter Margarita Louis-Dreyfus als Präsidentin geführt wird.
(Stand: Mai 2026)
Werbung