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Weihnachtszeit ist Panettone-Zeit: Zu Besuch beim Kuppelkuchenkönig in Turin

Weihnachten ohne Panettone? Geht gar nicht. Seit September läuft die Produktion des ­Kuppel­kuchens in Italien auf Hochtouren. Ein Besuch.

Iris Kuhn Spogat

Panettone
Der wichtigste Mann: Peppino mit der Mutterhefe, ohne die hier alles nichts ist. Er bezeichnet die «madre» als Famlilienmitglied und nimmt sie mit in die Ferien. RMS
Besuch bei Gilber in Turin, der Panettone-Fabrikation von Boella & Sorrisi. Sie steckt in einem alten Wohnquartier an der nördlichen Peripherie der Stadt, Betonung auf «stecken»: 1965 errichtet, ist das Gelände heute von allen Seiten umstellt und die Einfahrt in den Fabrikhof so schmal, dass man beim Passieren im dicken SUV für einen Moment die Luft anhält.
Eng ist es auch drinnen. Und laut. Rührmaschinen, Portionieranlage, Laufbänder, Gärkammer und Öfen laufen auf Hochtouren und veranstalten einen Heidenlärm. Dieser Tage wird die Bestellung von Globus abgearbeitet, deren Hoflieferant Boella & Sorrisi seit 1996 ist. 30 000 Panettoni sind bestellt in 15 Variationen vom Klassiker, dem Artigianale, über Bestseller wie dem Panettone mit Gianduia-Füllung bis zu Neuheiten wie dem Gebäck, das mit Marc de Champagne aufgepeppt wird.
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