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Messe

Vier Trends, an denen sich die Uhrenindustrie aufrichtet

An der 100. Baselworld hofft die Uhrenindustrie auf eine Trendwende. Diese vier Tendenzen sollen dabei helfen.

Gabriel Knupfer

Die besten Bilder von der Baselworld 2017:
Halle 1 der Baselworld: Hier stellt die Crème de la Crème der Uhrenwelt aus.
Die Hublot MP-05 LaFerrari mit dem gleichnamigen Auto im Hintergrund.
Ein Besucher aus Asien bestaunt die Longines-Kreationen.
An den acht Messetagen werden 100'000 Besucher erwartet.
Bei Hublot ist man mΓ€chtig stolz auf die Zusammenarbeit mit Depeche Mode.
Aus der Kooperation entstand die Big Bang Depeche Mode. Ein Teil des ErlΓΆses kommt dem Kampf fΓΌr sauberes Trinkwasser zugute.
Blau ist die Farbe der Messe, wie bei dieser Uhr von Breguet.
Schmuckhersteller Pasquale Bruni.
HΓΌbsch anzusehen: der Stand von Jacob & Co.
Die Miss Moskau kommt hier als Model zum Einsatz.
Das MessegelΓ€nde ist selbst ein Hingucker.
Die Swatch Group ist natΓΌrlich dabei: Hier prΓ€sentieren die Bieler das Modell Certina DS Action.
Der traditionsreiche Hersteller Perrelet.
Alles sehr gediegen: Besucher und StΓ€nde an der Baselworld.
Omega Seamaster: Dieses Modell wird an der Messe gross in Szene gesetzt.
Was in der Schweiz Rang und Namen hat, ist dabei - so etwa Victorinox.
Uhren Γ  gogo...
Der diesjΓ€hrige TAG-Heuer-Stand.
Die neue Hublot Ceramic ist ebenfalls ausgestellt.
Der Omega-Stand.
Tommy Hilfiger wirbt mit Gigi Hadid.
Blumen dΓΌrfen an der Uhrenmesse nicht fehlen...
... ebenso wenig wie ein teures Miniatur-Brautkleid.
Hamilton wirbt mit seinen Air Race Uhren.
Bei Daniel Wellington sorgt ein DJ fΓΌr eine jugendliche AtmosphΓ€re.
Uhren von Calvin Klein.
Bei Blancpain führt ein Uhrmacher das Kunsthandwerk Shakudō aus.
Juicy Couture will vor allem das junge Publikum anlocken.
Schmuck und Uhren werden auf verschiedenste Weise prΓ€sentiert, wie hier mit Skulpturen aus Stein.
Die 100. Ausgabe der grΓΆssten Uhren- und Schmuckmesse wird feierlich erΓΆffnet.
Bundesrat Alain Berset macht der Baselworld 2017 seine Aufwartung.
Die versammelten Journalisten warten.
Der Stand von Bucherer am Pressetag am Mittwoch.
GlashΓΌtte: Die Swatch-Tochter aus Deutschland am Pressetag.
Die 100. Baselworld steht im Zeichen der Krise. Die Zahl der Aussteller sank von 1500 auf 1300. Doch laut den Veranstaltern ist dies nicht nur auf die schwierige Marktlage zurΓΌckzufΓΌhren.
Bilder: Gabriel Knupfer/Lisa Burth/Bilanz/Keystone
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2016 war ein schwarzes Jahr fΓΌr die Uhrenhersteller. Doch an der Baselworld wΓ€chst unter vielen Experten und Ausstellern auch die Hoffnung auf einen Neuanfang. Schliesslich hat die Schweizer Uhrenindustrie schon mehrere Krisen ΓΌberlebt und war in den 1970er Jahren sogar fast zugrunde gegangen.
Die Baselworld ist das grΓΆsste Schaufenster fΓΌr die Uhren- und Schmuckbranche und soll ausgerechnet in ihrer 100. Ausgabe zu Wendepunkt fΓΌr die ganze Industrie werden. Und als Abbild der globalen Branche sind hier die Trends zu erkennen, die dabei helfen sollen. Diese vier Trends lassen sich an der diesjΓ€hrigen Baselworld fΓΌr die Branche erkennen:

1. Uhrenhersteller mΓΌssen junge Kunden gewinnen

Mit der Connected Modular von TAG Heuer zeigte Jean-Claude Biver jΓΌngst exemplarisch, wie die Zukunft der Uhrenindustrie aussehen kΓΆnnte. Als Symbiose von Silicon Valley und Schweizer Tradition ist die Uhr fΓΌr jede Situation die richtige – ob an der Supermarktkasse oder im Golfklub. Zudem setzt Biver auf Stars der jungen Generation als Markenbotschafter. Der jΓΌngste Coup: Erst im Februar konnte er Bella Hadid fΓΌr TAG Heuer unter Vertrag nehmen.
Auch Swatch, Fossil und andere Firmen begreifen das Aufkommen der Smartwatches inzwischen als Chance statt als Gefahr. Doch das ist nicht der einzige Weg in die Herzen der nΓ€chsten Generation von Uhrenfans. Die Swatch-Marke Hamilton beispielsweise ist 2017 offizieller Zeitnehmer des Red Bull Air Race.

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2. Die Zukunft gehΓΆrt einfachen und preiswerten Uhren

Ein weiterer Trend, der sich klar abzeichnet in Basel: Um fΓΌr Einsteiger interessant zu werden, setzen auch Luxushersteller auf einfachere und preiswertere Uhren. Schon am Genfer Salon SIHH war die neue Bescheidenheit der Manufakturen ein grosses Thema. An der Baselworld kommt diese Tendenz dank der grossen Breite der Teilnehmer noch stΓ€rker zum Vorschein.
Im tiefen Preissegment zeigen beispielsweise die Swatch-Marken Calvin Klein und Certina in der prestigetrΓ€chtigen Halle 1 neue Uhren, die viele AnhΓ€nger finden dΓΌrften. Und in Halle 2 gehΓΆren die StΓ€nde von Modeuhrenherstellern wie Daniel Wellington zu den bestbesuchten.

3. Auch fΓΌr sehr komplexe Uhren gibt es weiter einen Markt

WΓ€hrend reine Protzobjekte laut Jean-Daniel Pasche, dem PrΓ€sidenten des Verbandes Schweizerische Uhrenindustrie (FH), weniger Anklang finden, gibt es weiterhin einen Markt fΓΌr technische Meisterwerke der Uhrmacherkunst.
So hat etwa Patek Philippe eine neue Weltzeituhr fΓΌr Frauen im Angebot und setzt weiterhin auf Mondphasenuhren und ewige Kalender. Auch das Tourbillon, eine sehr teure Vorrichtung zum Ausgleich des negativen Einflusses der Gravitation auf die Ganggenauigkeit, ist noch lange nicht ausgestorben.

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4. Blau ist nicht tot, sondern lebendiger denn je

Der Trend zu blauen ZifferblΓ€ttern scheint sowohl bei Luxusherstellern, als auch bei jenen von gΓΌnstigeren Uhren ungebrochen. Auch 2017 bringen zahlreiche Marken wieder Farbe ans Handgelenk und sehr hΓ€ufig fΓ€llt die Wahl dabei auf Blau.
Über die GrΓΌnde fΓΌr den Blau-Trend ist viel spekuliert worden. So steht die Farbe des Himmels und des Meeres fΓΌr Harmonie – eine Eigenschaft, welche sich die Uhrenhersteller fΓΌr ihre Produkte wΓΌnschen. Zwar fΓ€llt eine blaue Uhr mehr auf als eine silberne oder schwarze. Dennoch geht die Farbe als elegant durch und passt zu den meisten KleidungsstΓΌcken.
Über die Autoren
Gabriel Knupfer
Gabriel Knupfer
Gabriel Knupfer ist Redaktor Wirtschaft-Desk RMS fΓΌr Blick und die Handelszeitung, fΓΌr die er seit zehn Jahren arbeitet.

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