Mit dem revolutionΓ€ren Liom-Wearable sollen Konsumenten nichtinvasiv Zugang zu Biomarkern in Echtzeit erhalten, angefangen mit Glukose. Somit kΓΆnnen der Stoffwechsel und die Gesundheit ganz individuell besser verstanden und optimiert werden als mit einer herkΓΆmmlichen Smartwatch etwa von Apple oder Samsung.
Wie ist sie entstanden?
FΓΌr Liom-GrΓΌnder Leo GrΓΌnstein ist Gesundheit das Wichtigste. Er stellte sich vor, wie wertvoll es wΓ€re, Wearables um Informationen zu Biomarkern wie Glukose zu erweitern. JΓΌngste Entwicklungen in der Forschung deuteten auf eine LΓΆsung hin.
Warum der Name?
Der ursprΓΌngliche Name war Spiden, kurz fΓΌr Β«spectral identificationΒ». Bei einer Konsumentenumfrage in den USA kam aus, dass dieser an Spinnen und sogar Joe Biden erinnere. Stattdessen wurde Liom, kurz fΓΌr Β«light omniscientΒ», gewΓ€hlt.
Von Smart Money Angels und Evergreen Funds, die nicht an einen Fund Lifecycle gebunden sind. Zudem investierte Leo GrΓΌnstein selbst im Millionenbereich.
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Womit erzielen Sie die UmsΓ€tze?
2025 lancieren wir unsere Liom-App, um unsere Software zu testen und erste UmsΓ€tze zu generieren. Etwa 2027 werden wir durch den Verkauf unserer Wearables UmsΓ€tze generieren, wobei wir nach vier Jahren mehr als eine Milliarde Dollar erwarten.
Die Vision?
In Zukunft optimieren Konsumenten ihre Gesundheit durch personalisierten Lifestyle, Sport- und ErnΓ€hrungsplΓ€ne auf Basis ihrer Liom-Biomarkerdaten. So kΓΆnnen Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen teils verhindert oder in frΓΌhen Stadien sogar rΓΌckgΓ€ngig gemacht werden.
Das internationale, interdisziplinΓ€re Team von ΓΌber 80ββMitarbeitern, darunter 50+ PhD-/Doktor-Wissenschaftler. Lioms Labor kombiniert weltweit einzigartig verschiedene Disziplinen, von Biomedical Engineering ΓΌber die Herstellung eigener Mikrochips bis zu maschinellem Lernen und KI.
Die grΓΆsste Herausforderung?
Das wissenschaftlich komplexe Problem zu lΓΆsen, Glukose zu messen, nichtinvasiv und ohne eine Nadel kalibrieren zu mΓΌssen. Gleichzeitig muss die Technologieplattform auf ein Handgelenk-konformes Format miniaturisiert werden.
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Der bisher grΓΆsste Erfolg?
2024 hat Liom als weltweit erste Firma Glukose nichtinvasiv und komplett frei von Kalibrierung, nur mittels Spektroskopie und maschinellen Lernens, am Handgelenk gemessen.
Das Γberraschendste bisher?
Dass Liom es entgegen allen Erwartungen der grossen Tech-Companies wie Apple, Samsung und Google, die sich auch alle an dem Thema versucht hatten, sowie entgegen den Erwartungen von Medtech-Firmen wie Dexcom, Abbott und Roche tatsΓ€chlich geschafft hat, Glukose nichtinvasiv zu messen.
Der nΓ€chste Schritt?
Nachzuweisen, dass der Prototyp, getestet an ΓΌber 100 Menschen, in allen Lebenslagen funktioniert und wie auch Lioms grΓΆssere Demo-Box verlΓ€sslich und mit solider Performance Glukose nichtinvasiv misst. Danach gehts in die Produktherstellung und den Verkauf.
βΆββΒ«Richtiger MoonshotΒ»
Β«Die GeschΓ€ftsidee ist ehrgeizig: Die Miniaturisierung eines Massenspektrometers plus die Entwicklung eines eigenen Device und der Software haben schon viele versucht, keinem ist es gelungen. Es steht und fΓ€llt damit, wie gut der Sensor tatsΓ€chlich funktioniert. Als ehemaliger Ava-AktionΓ€r weiss ich, wie schwer die Messung von Gesundheitsdaten am Handgelenk ist. Aber wenn es gelingt, wΓ€re das ein richtiger Moonshot und als GeschΓ€ftsmodell krass skalierbar. Ich kenne Leo GrΓΌnstein schon seit einigen Jahren, er ist ein schlauer Kopf, ein guter VerkΓ€ufer, und er hat exzellente Leute aus verschiedenen Forschungsrichtungen in PfΓ€ffikon zusammengebracht. Mir persΓΆnlich gefallen Teams besser als EinzelgrΓΌnder. Ich hoffe, dass Leo das Team einbezieht, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Er konnte richtig viel Geld einsammeln, was grossartig ist. Jetzt ist ein entscheidender Moment fΓΌr die Firma: Liom darf nur nicht ungeduldig werden, sondern soll in Ruhe weiter entwickeln, alle nΓΆtigen Zulassungen holen und erst dann in den Markt gehen. FΓΌr einmal ist Speed weniger wichtig als die QualitΓ€t des Produkts.Β»
Pascal Mathis leitet Founderful. Fokus: Schweizer Start-ups.zvg
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βΆβΒ«Sehr hohes PotenzialΒ»
Β«Der Markt fΓΌr Gesundheitsmessung birgt grosses Potenzial. Liom bietet die erste nichtinvasive Glukose-Messung, das ist eine klare USP, damit kann man sich bestens in diesem Markt positionieren. Die nΓΆtige Miniaturisierung hat man geschafft und durch zahlreiche Patente abgesichert. Dabei hat sich der GrΓΌnder Leo GrΓΌnstein eines der schwierigsten Themen ΓΌberhaupt vorgenommen. FΓΌr Liom hat er ein Weltklasse-Team zusammengestellt mit erfahrenen Experten und Spezialisten, medizinisch wie kommerziell. Allerdings gibt es auch nach acht Jahren noch keine breite Validierung fΓΌr die Technologie. Das zeigt, wie komplex das Ganze ist. Hinzu kommen regulatorische Risiken durch die verschiedenen GesundheitsbehΓΆrden. Das Hauptrisiko freilich sind die Nutzer: Bisher werden Wearables zur Diabetes-Messung kaum akzeptiert, bei den Studien gibt es hohe Drop-out-Raten. Liom war bisher sehr kapitaleffizient unterwegs, wird aber bis zur Marktreife noch einiges an Kapital benΓΆtigen. Es gibt viele Player, die die Firma kaufen kΓΆnnten und wohl auch grosse Multiples zahlen wΓΌrden. Als Investor sehe ich fΓΌr Liom ein sehr hohes Potenzial, aber auch signifikante Risiken.Β»
Max Meister ist General Partner von Koyo Capital in Baar ZG.zvg
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