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Ronald Sauser: Den Stecker gezogen

Mit dem Abgang des Teams von Ronald Sauser verabschiedet sich die Investmentbank Leonardo & Co. aus der Schweiz. Gestartet war sie 2011 mit grossen Erwartungen.

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Lukrativer Wechsel zu Ernst & Young: Ronald Sauser.Β Β Ernst & Young RMS

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Der 1. Februar, der Tag, an dem Banker Ronald Sauser zusammen mit einem grossen Teil seines Teams bei Ernst & Young einzog, bedeutete das Ende von dessen bisherigem Arbeitgeber: Β«Leonardo & Co. gibt es in der Schweiz nicht mehrΒ», bestΓ€tigt Sauser.
Er selber hat die Firma von der Leonardo-Muttergesellschaft in BrΓΌssel ΓΌbernommen und in RS Capital AG umfirmiert. Er werde darin seine verschiedenen heute schon bestehenden privaten AktivitΓ€ten bΓΌndeln, so Sauser. Aktiv ist die Firma bisher nicht.

2011 mit grossen Erwartungen gestartet

Damit hat die europaweit tΓ€tige Investmentbank ihr Engagement hierzulande beendet. Gestartet war sie 2011 mit grossen Erwartungen. Der Schweizer Ableger habe nicht genΓΌgend rentiert, sagt ein Insider aus der Konzernzentrale. Die Besitzer von Leonardo – diverse europΓ€ische Unternehmerfamilien wie die Agnellis – hΓ€tten seinem Team angeboten, beim derzeit laufenden gruppenweiten Management Buyout mitzuziehen, doch Sauser ging auf das Angebot nicht ein. Damit war klar, dass Leonardo in der Schweiz keine Zukunft mehr hatte: Β«Ohne uns gibt es keine FirmaΒ», so Sauser trocken.
Mit Ernst & Young hat er sich einen Arbeitgeber ausgesucht, fΓΌr den er schon von 2002 bis 2006 tΓ€tig war. Das Β«Team SauserΒ» ist ein PhΓ€nomen, konnte der Banker doch bei jedem Wechsel – von Arthur Andersen zu Ernst & Young zu Sal. Oppenheim zu Leonardo – seine verschworene Truppe mitnehmen. Es sollen, so heisst es in der Branche, jeweils sehr lukrative Wechsel gewesen sein.

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