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Klasse statt Masse

Max Meister lanciert einen Venture Fund mit neuem Ansatz

Der neue Venture Fund Koyo Capital bricht mit der bisher verbreiteten Investmentstrategie.

Marc Kowalsky

Bild fA 1/4r Autor 22673, Max Meister
Max Meister investiert in seinem neuen Start-up-Fonds nur noch in zehn Firmen statt in zwei bis drei Dutzend. zvg

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Es ist die typische Anlegerphilosophie, deren sich VCs in der Schweiz und international bedienen: Β«Spray and PrayΒ», also eine grosse Anzahl passiver Investments in ein Anlagevehikel packen in der Hoffnung, dass wenigstens eine der Firmen ein Erfolg wird und den Rest des Fonds mitfinanziert. Β«Das ist nicht mehr zeitgemΓ€ssΒ», findet Max Meister und lanciert deshalb Koyo Capital. Statt wie ΓΌblich in zwei bis drei Dutzend Portfoliofirmen investiert der Fund nur in zehn. Β«Von denen sind wir dann aber wirklich ΓΌberzeugtΒ», sagt Meister, einst GrΓΌnder der Swiss Ventures Group: Β«Das ist ein fundamental anderer Approach, da wir so ein grΓΆsseres Gewicht auf dem Cap Table haben und uns stΓ€rker auf die Firmen konzentrieren und uns einbringen kΓΆnnen.Β»
Der Fund soll 50 Millionen Franken umfassen, macht pro Investment fΓΌnf Millionen – fΓΌr die Schweiz eine rechte TicketgrΓΆsse in der FrΓΌhphase. Thematisch stehen die drei Themenkreise Resilienz (Lieferketten- und Cybersicherheit, Web3), Exploration (Weltraumtechnik, Quantencomputing) sowie Robotik im Vordergrund. 80 Prozent des Geldes sollen in der Schweiz investiert werden. Besonders im Umfeld von ETH ZΓΌrich und EPFL Lausanne will Meister nach geeigneten Start-ups suchen.

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Über die Autoren
Marc Kowalsky
Marc Kowalsky
Stv. Chefredaktor bei BILANZ und ein versierter Kenner der Wirtschaftswelt.

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