Abo
*

Kowalskys Crash Test: Samsung Galaxy Tab

Mit dem Samsung Galaxy Tab kommt der erste ernthafte Herausforderer des iPads auf den Markt.

Marc Kowalsky

BIL_1910_Crashtest.jpg
Imported Image RMS

Werbung

Ich muss zugeben, dass ich das iPad anfangs unterschรคtzt habe. Zu gross schien selbst fรผr Apple-Massstรคbe der Hype, der um den Tabletrechner veranstaltet wurde, zu eingeschrรคnkt die Tauglichkeit im Businessalltag, zu sehr drohte das Ding nur ein aufgeblasenes iPhone zu sein, mit dem man nicht einmal telefonieren kann. Doch zunehmend schleicht sich der Flachcomputer in mein Leben โ€“ als Nabelschnur zum Internet wรคhrend Sitzungen, als Zeitvertreib im Flieger, gar als Notebookersatz auf Kurzreisen. Trotz allen Schwรคchen, die das Gerรคt hat. Auch diese Kolumne tippe ich im Zug auf dem iPad.
Stolze neun Monate hat es gedauert, bis mit dem Samsung Galaxy Tab nun endlich ein Herausforderer auf den Markt getreten ist. Samsung setzt auf das offene Betriebssystem Android von Google โ€“ dieses bietet derzeit zwar nur halb so viele Anwendungen wie Apple, holt aber rasch auf. Das Galaxy ist halb so gross wie das iPad und lรคsst sich damit auch bequem in einer Hand halten. Der Bildschirm misst 7 Zoll statt 9,7, womit man aber immer noch gut arbeiten kann. Vor allem: Das Gerรคt passt durch die kleinen Ausmasse โ€“ knapp, aber immerhin โ€“ in die Innentasche eines Jacketts. Dieses allerdings droht Schlagseite zu bekommen: Die 380 Gramm Gewicht (dreimal so viel wie ein Handy, halb so viel wie ein iPad) ziehen spรผrbar Richtung Erdmittelpunkt. Das etwas zu dick geratene Plastikgehรคuse wirkt zwar nicht billig, aber auch nicht so stylish wie das Aluminiumchassis des Vorbilds. Dafรผr bietet das Galaxy Tab fast alles, was man beim iPad vermisst: die Unterstรผtzung von Flash, zwei Kameras, einen Platz fรผr externe Speicherkarten. Sogar telefonieren kann man damit, auch wenn es ziemlich bescheuert aussieht, ein so grosses Gerรคt ans Ohr zu halten (eine Freisprechgarnitur senkt den Peinlichkeitsfaktor betrรคchtlich). Was mich stรถrt: Die Prozessorpower ist etwas knapp bemessen, Videos ruckeln deshalb gelegentlich. Und preislich ist Samsung noch unverschรคmter als Apple.

Partner-Inhalte

Fazit: Das Galaxy ist eine brauchbare Alternative zum iPad. Andere, auch gรผnstigere, werden folgen โ€“ die Welle der Tablets rollt erst an.
  • Produkt: Samsung Galaxy Tab
  • Infos: www.samsung.com/
  • Preis: 999 Franken
  • Erhรคltlich: ab Ende Oktober
  • Bewertung: cool
รœber die Autoren
Marc Kowalsky
Marc Kowalsky
Stv. Chefredaktor bei BILANZ und ein versierter Kenner der Wirtschaftswelt.

Werbung