Anfang Jahr versuchte Softwareriese Microsoft, den etablierten Hardwareherstellern zu zeigen, wie man gute Windows-8-Tablets baut. Das ging eher schief, das Surface RT ist ein durchschnittliches Tablet mit zu wenig Apps
(BILANZ 4/2013). Jetzt startet Microsoft einen neuen Anlauf mit Surface Pro.
In dem sehr wertigen Magnesiumgehรคuse verbirgt sich eigentlich ein Ultrabook. Damit ist der grรถsste Kritikpunkt des Surface RT, der Mangel an Apps, behoben. Denn auf dem Pro laufen die normalen Windows-Programme. Anders als beim RT ist Office aber nicht mehr im Lieferumfang mit dabei.
Weil die wenigsten Windows-Programme auf Touchbedienung ausgerichtet sind, wird ein (billig wirkender) Stylus als Mausersatz mitgeliefert. Ein akzeptabler Kompromiss, auch wenn der Stift nicht immer exakt reagiert. Erfreulicherweise hat Microsoft daran gedacht, am Gehรคuse eine Magnethalterung fรผr den Stylus anzubringen.
Fรผr normale Ansprรผche ist die Rechenpower (i5-Chip, eigener Grafikprozessor, SSD-Speicher) des Pro vรถllig ausreichend. Der Touchscreen liefert nun Bilder in Full HD und guten Farben, spiegelt aber stark. GPS, UMTS oder gar LTE fehlen leider. Immerhin gibts einen USB-3.0-Port fรผr Hardware-Erweiterungen. Inakzeptabel ist die miese Bildqualitรคt der beiden Kameras, sie erreichen nicht mal Bildschirmauflรถsung. Der Akku hielt bei mir etwas รผber vier Stunden. Das ist fรผr ein Notebook mรคssig und fรผr ein Tablet saumรคssig. Auch das Gewicht ist fรผr ein Tablet unbefriedigend: 930 Gramm, 50 Prozent mehr als ein iPad. Dazu kommt wie beim RT die (extra zu bezahlende) Tastatur, die auch als Hรผlle dient: die Touch Cover, dรผnn und leicht, aber mangels Tastenhub unbrauchbar, oder die Type Cover, dicker, schwerer, aber brauchbar.
Fazit: Microsoft hat versucht, ein Windows-8-Tablet mit einem Ultrabook zu kreuzen. Das geht nicht ohne signifikante Kompromisse. Mit dem Surface Pro bekommt man ein Tablet, auf dem Windows lรคuft โ aber kein Notebook.
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Technoschrott โ
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verzichtbar โ
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