Notebooks seien eine sterbende Produktgattung, hรถre ich immer hรคufiger. Spรคtestens mit Windows 8, das voll auf Touchbedienung ausgerichtet ist, wรผrden sie von den Tabletrechnern ihrer Daseinsberechtigung endgรผltig beraubt. Und deren Verkaufszahlen explodieren jetzt schon. Apple als Hersteller des iPad profitiert davon wie kein Zweiter. Trotzdem glaubt man in Cupertino fest an die Zukunft der tragbaren Tastaturrechner, wie das neue MacBook Pro zeigt: Er ist so etwas wie der Rolls-Royce der Laptops.
Das Gerรคt ist zwar einigermassen dรผnn, mit seinem 15-Zoll-Monitor aber ziemlich sperrig und mit zwei Kilogramm auch kein Leichtgewicht. Hinzu kommt ein klobiges Netzteil. Trotz den Ausmassen gibt es keinen Platz fรผr ein optisches Laufwerk im Gerรคt, und fรผr Ethernet oder Firewire braucht es einen aufpreispflichtigen Adapter โ รคrgerlich bei einem Listenpreis nรถrdlich der 3000er-Grenze. UMTS fehlt ebenfalls. Wie immer bei Apple ist das Gehรคuse hervorragend verarbeitet und fรผhlt sich sehr wertig an. Der i7-Prozessor in Kombination mit dem 4 Gigabyte grossen Speicher, dem SSD-Laufwerk und der potenten Grafikkarte machen das Gerรคt extrem leistungsfรคhig. Von Webbrowsing bis Fotoverarbeitung fliegen die Anwendungen nur so. Alleinstellungsmerkmal ist aber das Retina-Display. Die extrem feine Auflรถsung macht die Anzeige wunderbar lesefreundlich. Sie kรถnnen sie aber auch nutzen fรผr mehr Platz auf dem Bildschirm. Ebenso wie das iPad3 wird das Gerรคt unter Belastung schnell heiss: Wer den Begriff Laptop wรถrtlich nimmt, hat bald Spiegeleier. Was mir vรถllig unverstรคndlich ist: Speicher und SSD sind verlรถtet und kรถnnen nicht aufgerรผstet werden, der Akku ist verklebt und kann nicht ausgetauscht werden. Damit treibt Apple ihre Philosophie der Abschottung auf die Spitze.
Fazit: Das MacBook Pro ist trotz kleinen Schwรคchen fรผr Apple-Anwender der ultimative Laptop. Bei solchen Gerรคten muss man sich um die Zukunft der Notebooks keine Sorgen machen.