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Multimedia

Kowalskys Crash Test: Google Chromecast

Google bringt mit dem Chromecast das Internet auf den Fernseher. Wenigstens ein kleines bisschen.

Marc Kowalsky

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Bilderwerfer: Google Chromecast RMS

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Es ist der Fluch der Schweiz: Als kleiner und noch dazu dreisprachiger Markt sind viele Neuigkeiten hierzulande erst dann erhΓ€ltlich, wenn sie nicht mehr richtig neu sind – wie bei den iPhones von Apple. Oder sie sind gar nicht erhΓ€ltlich, weil der Hersteller den Aufwand der Anpassung scheut – wie bei den Tablets von Amazon. Manch findiger HΓ€ndler importiert die GerΓ€te dann auf eigene Rechnung. HΓ€ufig bleibt allerdings ein Teil der Features dabei auf der Strecke.
Wie beim Chromecast von Google, der seit letztem Sommer in den USA fΓΌr Furore sorgt und den Digitec ins Sortiment aufgenommen hat. Der Zweck des daumengrossen GerΓ€tes ist simpel: Audio und Video via WLAN auf den Fernseher zu streamen. Ebenso simpel ist die Installation: Sie stecken das GerΓ€t in einen HDMI-Eingang am TV und die Stromversorgung in einen USB-Port oder einen Netzstecker, fertig. Im Betrieb wird das GerΓ€t dann ziemlich heiss.
Der Chromecast verbindet sich drahtlos mit dem Chrome-Browser, der ebenfalls aus dem Hause Google stammt. Das funktioniert problemlos und ist die wohl einfachste Art, Internet auf einen TV zu beamen – ideal etwa fΓΌr PrΓ€sentationen, das Zeigen der Ferienfotos oder Γ„hnliches. Leider wird nur der PC-Browser unterstΓΌtzt, nicht jener fΓΌr Tablets oder Smartphones. Mit MobilgerΓ€ten kommuniziert der Chromecast nur ΓΌber spezielle Apps, von denen es rund ein Dutzend gibt. Die meisten davon sind Streamingdienste wie Netflix, Google Play Movies oder Hulu und in der Schweiz nicht verfΓΌgbar. Hierzulande ist nur YouTube interessant. Es wird bis zu einer AuflΓΆsung von 720p unterstΓΌtzt. Das Spiegeln des gesamten Handy- oder Tablet-Schirms wie bei Apple TV ist nicht mΓΆglich, ebenso wenig das Streamen von Videos oder Fotos aus dem Heimnetz. Schade.

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Fazit: Der Chromecast bleibt hierzulande unter seinen MΓΆglichkeiten, das Potenzial wΓ€re enorm. Das GerΓ€t ist nicht mehr als eine Nischenanwendung – allerdings eine gute. Und zu dem Preis kann man dagegen nichts einwenden.
Google Chromecast
Infos: www.google.com/chromecast
ErhΓ€ltlich: u.a. bei Digitec.ch
Preis: Fr. 59.–
Bewertung: β˜…β˜…β˜…β˜†β˜†



β˜… Technoschrottβ€‚β˜…β˜… verzichtbarβ€‚β˜…β˜…β˜… nice to haveβ€‚β€¨β˜…β˜…β˜…β˜… coolβ€‚β˜…β˜…β˜…β˜…β˜… wegweisend
Über die Autoren
Marc Kowalsky
Marc Kowalsky
Stv. Chefredaktor bei BILANZ und ein versierter Kenner der Wirtschaftswelt.

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