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Kowalskys Crash Test: Der Nachhilfe-Lehrer

Mit dem Nexus 6P will Google den Handyherstellern zeigen, wie man ein gutes Smartphone baut.

Marc Kowalsky

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Angenehm flach: Das Google Nexus 6P im Crash Test. PR RMS

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Google und Microsoft haben wenig gemeinsam. In einem Punkt jedoch gleichen sie sich: Beide kommen eigentlich aus der Software-Ecke, doch beide werfen gelegentlich Hardware auf den Markt, hauptsΓ€chlich um den anderen Herstellern zu zeigen, was technisch mit ihren Betriebssystemen machbar ist.
Anders als Microsoft vergibt Google die FertigungsauftrΓ€ge jedoch extern. So durften bereits HTC, Samsung, LG und Motorola ihre FΓ€higkeiten beweisen. Nun ist es am chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei, das neue Google-Flaggschiff zu produzieren.

Angenehm flach mit Fingerabdruck-Scanner

Das Nexus 6P lΓ€uft – natΓΌrlich – auf der neuesten Android-Version 6.0 und ist wohl das hochwertigste Handy, das Google bislang angeboten hat. Das edle AluminiumgehΓ€use ist mit sieben Millimetern angenehm flach und liegt gut in der Hand. Mit seinem leider nur mΓ€ssig hellen 5,7-Zoll-Display ist das GerΓ€t so gross wie ein Samsung Galaxy Note oder das iPhone 6s Plus und mit 178 Gramm Γ€hnlich schwer.
Auf der RΓΌckseite ist ein Fingerabdruck-Scanner versteckt, der wegen seiner Position nur mit dem Zeigefinger gut bedienbar ist, dafΓΌr aber ausgesprochen zuverlΓ€ssig arbeitet. Mehr als das Telefon entsperren oder im App Store KΓ€ufe bestΓ€tigen kann man damit allerdings nicht; da bieten andere Android-GerΓ€te mehr.

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Coole Kameras

Mein TestgerΓ€t kam mit 32 Gigabyte Speicher, die nicht erweiterbar sind. Power User sollten mindestens zur Version mit 64 GB greifen (+50 Franken). Rechenleistung hat das Nexus mehr als genug, bei Belastung erwΓ€rmt sich das GerΓ€t allerdings spΓΌrbar. Einen HandschuhwΓ€rmer braucht man dann nicht mehr. Trotzdem reicht der Akku leicht fΓΌr einen, manchmal sogar fΓΌr zwei Tage. Austauschen lΓ€sst er sich nicht, dafΓΌr sehr schnell laden.
Cool sind die Kameras: vorne luxuriΓΆse acht Megapixel fΓΌr Selfies, hinten 12,3 Megapixel fΓΌr sehr scharfe und farbechte Bilder. Dank der lichtstarken Blende (f/2.0) sind die Ergebnisse auch bei DΓ€mmerlicht brauchbar. Der Autofokus fixiert rasend schnell, und Videos werden in 4K aufgenommen – sogar mit 240 Bildern pro Sekunde, was bestes Zeitlupenmaterial ergibt. Leider fehlt ein optischer Bildstabilisator.
Der Lautsprecher ist der beste, den ich je in einem Handy gehΓΆrt habe – das macht sich auch beim Freisprechen bemerkbar. Was aber gar nicht geht: Trotz des ambitionierten Preises fehlt ein KopfhΓΆrer im Lieferumfang.
Fazit: Google hat mit dem Nexus 6P fast alles richtig gemacht. Das GerΓ€t bietet zwar keine echten Alleinstellungsmerkmale, aber wer ein High-End-Smartphone auf Android-Basis sucht, ist mit dem Nexus 6P sehr gut bedient.

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Google Nexus 6P
Info: Google Store
Preis: 649 Franken

Bewertung: β˜…β˜…β˜…β˜…β˜†
β˜… Technoschrott β˜…β˜… verzichtbar β˜…β˜…β˜… nice to have β˜…β˜…β˜…β˜… cool β˜…β˜…β˜…β˜…β˜… wegweisend
Marc Kowalsky (45) ist ein Early Digital Immigrant: Seit 30 Jahren fΓΌhlt er den neusten IT-Produkten auf den Zahn.
Über die Autoren
Marc Kowalsky
Marc Kowalsky
Stv. Chefredaktor bei BILANZ und ein versierter Kenner der Wirtschaftswelt.

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