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Kontingente, Punktesysteme und Gebühren

Die Angst vor der 10-Millionen-Schweiz – wie weiter mit der Zuwanderung?

Die SVP will die Bevölkerung begrenzen. Doch bisher war es umgekehrt: Die Wirtschaft gab der Politik vor, wie viel Zuwanderung sie braucht.

Andreas Valda

SCHWEIZ BAHN SBB STOERUNG ZUERICH
Wartende Menschen am Bahnhof: Wird die Schweizer Bevölkerung bei 10 Millionen gedeckelt und die Migration gebremst, wächst der Anteil der über 65-Jährigen überproportional stark an. Keystone

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Es ist Sonntag, der 14. Juni 2026. Soeben haben Volk und Stände die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» knapp angenommen. SVP-Präsident Marcel Dettling jubiliert. «Das Volk hat schon 2014 entschieden, dass Höchstzahlen und Kontingente einzuführen sind. Punkt! Das ist endlich umzusetzen!», fordert er. Diesmal müsse seine Partei «auf jeden Fall in die Diskussionen zur Umsetzung der eigenen Volksinitiative» einbezogen werden.
Das Szenario mag Fiktion sein. Doch spätestens wenn daraus Realität würde und die 10-Millionen-Initiative angenommen würde, stünde die Frage im Raum: Wie soll die Schweiz in Zukunft die Migration steuern? Welches System soll die derzeit geltende Steuerung durch den Arbeitsmarkt ersetzen?
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