«Männer sind Arschlöcher: arrogant, eitel, selbstgefällig. Ich bin nicht anders!»
KISS-Gründer und Unternehmer Gene Simmons über seine Millionen und den bevorstehenden Abschied vom Musikgeschäft.
Marc Kowalsky
Gene Simmons: «Ich bedaure, dass ich nicht mehr live spielen werde. Aber die Songs werden fortbestehen. Und ich kann mich dann ganz auf meine Geschäfte konzentrieren.» Robert Gallagher für BILANZ
Im Los Angeles Convention Center sind die Reihen gut gefüllt: 4000 Zuschauer folgen gebannt dem Mann, der in Lederkluft auf der Bühne steht. Gene Simmons (70) spricht ohne Manuskript zwei Stunden lang: Er erzählt seine Lebensgeschichte, gibt Anlagetipps, haut Motivationssprüche raus. Am nächsten Tag empfängt er BILANZ in seiner Villa in Beverly Hills. Statt eines Händedrucks gibt es zur Begrüssung einen Fistbump: Der KISS-Gründer, Unternehmer und Multimillionär hat Angst vor Keimen.
Gene Simmons, Ihr Vermögen wird je nach Quelle auf 300 bis 350 Millionen Dollar geschätzt. Welche Zahl stimmt?
Ich habe keine Ahnung. Aber es wird jeden Tag mehr.
Denken Sie: Wow, so viel Geld? Oder denken Sie: Warum hat Paul McCartney so viel mehr als ich?
Er ist der erfolgreichste Songschreiber aller Zeiten. Ich könnte nicht mal seine Schuhe putzen. Und «Yesterday» ist der meistgecoverte Song aller Zeiten. Das hilft. Sir Paul ist auch noch einiges älter als ich. Geben Sie mir eine Chance!
«Es heisst, Liebe sei das Wichtigste – Bullshit! Geld ist es! »