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Im Goldrausch

Schweizer Schmelzöfen laufen auf Hochtouren

Durch Donald Trumps Zollpolitik boomen hiesige Goldraffinerien. Ein Blick hinter die hohen Mauern einer diskreten Branche.

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Das Minengold wird bei über 1000 Grad geschmolzen, um es zu homogenisieren. Claudio Bader für BILANZ
Eingekeilt vom Autobahnzubringer Richtung Varese und von Gleisen, auf denen Pendlerzüge zwischen Italien und dem Tessin hin und her rollen, befindet sich das Werksgelände von Argor-Heraeus. Meterhohe Betonmauern, gekrönt von doppelreihigem Stacheldraht, Kameras, Scheinwerfern – abgeschirmt wie ein Hochsicherheitsgefängnis.
Hier, nur einen Steinwurf vom geschäftigen Treiben des FoxTown Outlet entfernt, wird tonnenweise Gold zu Barren und Vorprodukten für Luxusuhren und exklusiven Schmuck verarbeitet. Im Umkreis von wenigen Kilometern befinden sich noch zwei weitere Goldraffinerien – mehr als ein Drittel der globalen Goldproduktion stammt aus der Schweiz. Dank der undurchsichtigen Zollpolitik des neuen US-Präsidenten laufen die Schmelzen seit Monaten auf Hochtouren, und die Goldexporte aus der Schweiz erreichen Rekordhöhen. Ein guter Grund, einen Blick hinter die Sicherheitstüren dieser verschwiegenen Branche zu werfen.
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