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Unfruchtbar

Ava-Käuferin ist pleite: Lea von Bidder und Investoren verlieren Geld

Der Käufer des Zürcher ­Start-ups Ava ist endgültig pleite. ­Mitarbeiter und Investoren müssen sich ihre Forderungen und ­Beteiligungen ans Bein streichen.

Marc Kowalsky

Lea von Bidder
Unhappy End: Der Traum von Ava-Gründerin Lea von Bidder endet im Totalschaden. Thomas Luethi

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Jetzt ist endgültig Schicht im Schacht: FemTec Health «hat entschieden, den Betrieb einzustellen». Dies teilte CEO Kimon Angelides den Aktionären letzten Monat per E-Mail mit. Die Firma mit Sitz in Houston sei «bei verschiedenen Gläubigern verschuldet und nicht in der Lage, diese Schulden vollständig zurückzuzahlen», so Angelides. Laut dem amerikanischen Branchenportal Axios haben inzwischen die Konkursverwalter übernommen, die Firma wird liquidiert.
Es ist die schlimmstmögliche Wendung für das Schweizer Start-up Ava, co-gegründet 2014 von Lea von Bidder. Ava stellte Armbänder her zur Messung der Fruchtbarkeit, erreichte aber nie die Gewinnzone. Letzten Juli übernahm FemTec Health die Assets von Ava in einem Notverkauf. Fast zeitgleich zu Ava hatte FemTec Health noch vier andere Start-ups gekauft. Das war wohl zu viel: Seither musste Angelides den Grossteil der einst 82 Mitarbeiter abbauen.
Über die Autoren
Marc Kowalsky
Marc Kowalsky
Stv. Chefredaktor bei BILANZ und ein versierter Kenner der Wirtschaftswelt.

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