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Titelgeschichte

Die Klimaretter

Die Start-ups Climeworks und Synhelion haben das Potenzial, die Klimakrise abzuwenden. Die Ideen zu ihrer Technik stammen vom selben ETHProfessor – und klingen einfach. Der grossflΓ€chige Ausbau jedoch ist tricky und wird sehr viel Geld kosten.

Dirk-Ruschmann

Nachhaltige Energien (c) nik hunger
Diese Mini-Raffinerie vereint die Ideen von ETH-Professor Steinfeld zur Filterung von CO2 aus der Luft und der anschliessenden Spaltung von CO2 und Wasser. Es entsteht ein Gemisch aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff, das Synthesegas, aus dem Kraftstoffe hergestellt werden. Nik Hunger fΓΌr BILANZ

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Zwei heimische Startups gehen die grossen Fragen des Klimawandels an und sind in ihren Feldern weltweit fΓΌhrend - und ihre Technologie basiert auf den Ideen desselben ETH-Professors, bei dem die GrΓΌnder studiert haben: Dieses Dreieck hat das Potenzial, von ZΓΌrich aus das Klima zu retten.
Die beiden GrΓΌnder von Climeworks, Christoph Gebald und Jan Wurzbacher, haben sich an der ETH kennengelernt und beide bei Professor Aldo Steinfeld studiert und den Doktortitel erworben. Sie kΓΆnnen mit ihrer Technologie Kohlendioxid aus der Luft filtern und im Boden endlagern, oder Unternehmen fΓΌr technische Zwecke zuliefern – ein Weg, das gefΓ€hrliche Treibhausgas CO2 dauerhaft der AtmosphΓ€re zu entziehen.
Erst im FrΓΌhjahr schloss Climeworks eine gigantische Finanzierungsrund ab, sammelte 600 Millionen Franken ein und arbeitet an der Ausweitung der Technologie im industriellen Massstab.
Das zweite Startup, Synhelion, kann aus CO2 und Wasserdampf mit der ZufΓΌhrung grosser Hitze das sogenannte Synthesegas herstellen, das zu einem synthetischen RohΓΆl und letztlich zu Benzin, Diesel oder Kerosin weiterverarbeitet werden kann; die Swiss und die Lufthansa werden bald von Synhelion solches Flugbenzin beziehen und erste Versuche starten. Auch die beiden GrΓΌnder von Synhelion, Gianluca Ambrosetti und Philipp Furler, lernten sich ΓΌber Furlers Zeit als Forscher bei ETH-Professor Steinfeld kennen. Er amtet bis heute als wissenschaftlicher Berater bei Synhelion.

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Steinfelds Technologie-Vision kombiniert die beiden AnsΓ€tze zu einem geschlossenen Kreislauf: CO2 wird aus der Luft geholt und kann dann von Synhelion zu Synthesegas und letztlich zu Treibstoffen umgewandelt werden.
Wie das alles technisch funktioniert, und wie weit die beiden Startups bereits sind in ihrem Prozess der Industrialisierung und welche Geldgeber sie gefunden haben, lesen Sie in der Titelgeschichte der neuen BILANZ: Die Klimaretter.
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