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Statt Strassenkreuzer baut Cadillac kompakte Geländewagen für Europa. Der Grund liegt auf der Hand. Aber tut sich die Marke damit einen Gefallen?
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Kann das gelingen? Nun ja. Im Fahrverhalten eher etwas behäbig, aber sanft und gutmütig, hat der XT4, übrigens bis auf Weiteres der einzige Cadillac, der am Schweizer Markt angeboten wird, insbesondere den Charme einer exotischen Alternative zu den höchst gängigen Konkurrenten mit Stern, Niere oder Ringen an der Front, wobei sich Letztere ja auch noch die Konzernplattform mit Wolfsburgern, Tschechen und Spaniern teilen. Da macht der Cadillac rein optisch definitiv einen Unterschied.
Vor allem Seitenlinie und Heck wirken gelungen, was angesichts des üppigen Platzangebots umso lobenswerter ist. Die Front passt auch, nur die Leuchten sehen aus, als sei der Designer auf dem Weg zur Arbeit einem Lexus LC begegnet – manchmal weiss man hinterher einfach nicht mehr, wo die Inspiration ihren Ursprung hatte.
Neben dem recht durstigen Motor bringt der XT4 in der derzeit als Diesel erhältlichen Launch Edition einiges mit; die wichtigsten Features sind Ledersitze und Assistenzsysteme zum Schutz des Fahrers vor sich selbst und anderen Gegnern. Die spätere Grundversion wird immerhin 8000 Franken günstiger kommen. Für Individualisten könnte sie also eine Alternative zu den Etablierten sein. Für mich persönlich müsste ein wahrer Caddy aber strassenkreuzeriger daherkommen. Volumensegment hin oder her.
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