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Signa Sports United

Benko wollte Franz Julen ködern – mit 59 Millionen

Der ­konkursite Onlinehändler wollte vor dem Börsengang Franz Julen als Präsidenten gewinnen – mit einer obszönen Summe.

Marc Kowalsky

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Verzichtete auf Aktien im Wert von 59 Millionen Franken: Franz Julen. Keystone

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Sie war der erste Dominostein: Als am 27. Oktober die Signa Sports United (SSU) Insolvenzantrag stellte, begann das Handels- und Immobilienimperium von René Benko zusammenzubrechen. Im Dezember 2021 war der Online-Sporthändler via SPAC an die New Yorker Börse gegangen. Zu besten Zeiten war er 3,2 Milliarden Dollar wert.
Nun zeigen Recherchen im Benko-Umfeld: Im Vorfeld des IPO versuchte Benko, Franz Julen für das VR-Präsidium zu gewinnen. Der frühere Intersport-Chef und Valora-Präsident und jetzige Aldi-Berater hätte dem Gremium Glaubwürdigkeit im Einzelhandel gegeben. Und er hätte in Benkos Beuteschema gepasst, sich mit reputierten Namen zu umgeben, auf Investorenseite etwa mit Lindt-Chef Ernst Tanner oder Ex-Porsche-CEO Wendelin Wiedeking. Es kam deshalb auch zu Treffen mit Benko und dessen Retail-Chef Dieter Berninghaus. Julen bestätigt auf Anfrage die BILANZ-Recherchen: «Es gab Gespräche. Ich habe damals allerdings aufgrund meines Bauchgefühls abgesagt», so Julen. Weiter will er sich nicht dazu äussern.
Über die Autoren
Marc Kowalsky
Marc Kowalsky
Stv. Chefredaktor bei BILANZ und ein versierter Kenner der Wirtschaftswelt.

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