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Recruiting

Wenn der Bewerbungsprozess zum Bewerbungsexzess wird

Gespräche, Assessments oder Tests: Arbeitssuchende durchlaufen mehrstufige Bewerbungsprozesse für den Traumjob. Wie viel ist dabei zu viel?

Tina Fischer

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Bei einem Bewerbungsprozess sollten die fachlichen Fähigkeiten und das Zusammenspiel im Team im Vordergrund stehen. imago images/Westend61

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Marina K. freute sich riesig, als sie die Interview-Zusage für eine Designerstelle bei ihrem Traumunternehmen erhielt; ihr grosses Ziel war einen Schritt näher gerückt. Der erste Screening-Termin verlief erfolgreich, es folgten weitere Gespräche und dann die grosse Challenge: Die Analyse der hauseigenen App mit Kritik und Designvorschlägen.
Die Challenge hätte laut Aufgabenstellung 60 bis 90 Minuten in Anspruch nehmen sollen, aber «ich habe Stunden in die Vorbereitung investiert. Schliesslich musste ich mich einarbeiten und gab mir Mühe – ich wollte einen guten Eindruck machen», erinnert sich Marina K. Die Challenge präsentierte sie an zwei Meetings vor dem gesamten Design-Team. «Da hätte ich eigentlich bereits skeptisch werden müssen. Es waren stets alle sechs Personen im Call. Wenn man das hochrechnet, ergab das gegen 20 Arbeitsstunden; was völlig übertrieben ist.»

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