Universal Genève war im 20. Jahrhundert kein Nischenakteur, sondern ein stilprägender Innovator. Hersteller früherer Armbandchronographen, Pionier des Mikrorotors und geistiger Ursprung einer Designkultur, die Technik konsequent der Ästhetik unterordnete.
Der historische Leitsatz «Le Couturier de la Montre» war dabei kein plumpes Marketing. Er beschrieb ein Geschäftsmodell, das Uhrmacherei als angewandte Gestaltung verstand. Es ist auch der rote Faden bei der Auferstehung der Marke 2026 unter Georges Kern, CEO von Breitling.
Die Polerouter als ideologischer Ausgangspunkt
Wenn schon, denn schon. Universal Genève feiert die Auferstehung mit fünf neuen Kollektionen und gleich 44 Referenzen.
Dass der Fokus auf der Polerouter liegt, liegt nahe. Kaum eine Uhr verkörpert die DNA der Marke stärker. Gérald Gentas Entwurf von 1954 war nie nur eine Toolwatch für SAS-Polarflüge, sie gilt auch als frühes Beispiel technischer Innovation in ansprechender Formensprache. Die Neuinterpretation bewahrt Proportionen, verdrehte Bandanstösse und das Fadenkreuz. Im Innern arbeitet das ultraflache Mikrorotorwerk UG-110 mit 72 Stunden Gangreserve, das als gestalterisches Element die Silhouette betont – exakt jener Gedanke der «funktionalen Schönheit», der die Marke einst definierte.
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POLEROUTER DATE PRÊT-À-PORTER
Gehäuse: 39 mm, Edelstahl
Werk: UG-110
Gangreseve: 72 Stunden
Preis: 16’000 Fr.
Prêt-à-porter oder doch Prestige?
Die neuen Referenzen von Universal Genève folgen einer Mode-Analogie: Prêt-à-porter, Capsule und Couture & Signature. Ein Ansatz, der gut zu ihrer eigenen Geschichte passt. Bereits unter Raoul Perret verstand sich Universal Genève als Entwurfsatelier mit integrierter Technikentwicklung.
Die dauerhaft verfügbaren Prêt-à-porter-Modelle bilden das Fundament zeitloser Neuinterpretationen. Die Capsule-Editions experimentieren mit Materialien und Farben, oft in Kooperation mit Kreativen wie Trendforscherin Nelly Rodi, Miniaturmalerin Isabelle Villa oder Kettenmacher Laurent Jolliet.
Ein Beispiel aus der neuen Kollektion ist die auf 50 Stück limitierte Cabriolet Capsule Edition, deren drehbares Zifferblatt als «Cabriolet» fungiert und die Möglichkeit bietet, ein handgemaltes Miniaturgemälde sichtbar zu präsentieren.
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CABRIOLET DE LEMPICKA
Gehäuse: 24,2mm Breite, 18-karätiges Roségold
Werk: UG-111
Gangreseve: 72 h
Preis: 51’000 Fr.
Zuletzt legitimieren die Couture- und Signature-Kreationen als Einzelstücke oder Mini-Serien den historischen Anspruch des «Couturier de la Montre» im 21. Jahrhundert. Paradebeispiel ist die Disco Maxi Couture Edition (Ref. UGCC003) mit einem Rubinwurzel-besetzten Zifferblatt und einem Farbverlauf aus Rubinen, rosa Saphiren und Diamanten.
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DISCO MAXI COUTURE EDITION
Gehäuse: 44,8 mm, Roségold, besetzt mit einem Dégradé aus rosa Saphiren – 40 Steine im Baguetteschliff (3,53 Karat) und 38 Brillanten (4,56 Karat)
Werk: UG-110
Gangreseve: 72 h
Preis auf Anfrage
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Die Compax: Mechanik als Stilstatement
Der Chronograph war historisch eines der stärksten Kompetenzfelder von Universal Genève. Die neue Version der Compax interpretiert diese Tradition mit einer ungewöhnlichen Entscheidung: einem Chronographen mit integriertem Mikrorotor-Konzept. Diese Architektur ist weniger spektakulär als ein Hochfrequenz- oder Tourbillon-Narrativ, aber strategisch klug: Sie verbindet flache Bauweise mit Alltagstauglichkeit und differenziert sich klar von den dominierenden Chronographenplattformen des Marktes. Kulturell knüpft die Compax weiterhin an ihre vielleicht wichtigste Ikonografie an: die «Nina Rindt»-Ästhetik der 1960er-Jahre, benannt nach der Ehefrau des Formel-1-Weltmeisters Jochen Rindt. Ihr Stil machte den Lifestyle-Chronographen zu einem starken Symbol des Rennsports.
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COMPAX PRÊT-À-PORTER
Gehäuse: 39,5 mm, Roségold
Werk: UG-200
Gangreseve: 72 h
Preis: 38’010 Fr.
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Die Wiederbelebung von Universal Genève ist bemerkenswert, uhrmacherisch, stilistisch, preislich. Ob sich die Marke wieder unter den prägenden Namen der Genfer Haute Horlogerie etablieren kann? Time will tell.
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