Guten Tag,
Lange lag der Fokus bei Tiffany & Co. auf Damenuhren mit Schmuckbesatz. Mit der Tiffany Timer beginnt nun eine neue uhrmacherische Ära.
Bei der LVMH Watch Week in Mailand zeigt die Marke ihre Uhrenhistorie seit 1847. Highlight ist die limitierte Tiffany Timer mit Platin-Gehäuse und exklusivem Zenith-Werk.
PRWerbung
Wenn Sie nicht wissen, dass Tiffany mit Uhren eine Geschichte hat, die fast so alt ist wie das Unternehmen selbst, sind Sie nicht allein. Nicolas Beau, Vizepräsident der Tiffany-Uhrendivision, überschreibt dieses Unternehmenskapitel mit «best kept secret». Und er strengt sich nun an, es zu lüften: Im obersten Stock der Mailänder Tiffany-Boutique hat er für die Neuheitenshow LVMH Watch Week eine Ausstellung installieren lassen mit Zeitmessern und Dokumenten aus dem New Yorker Archiv.
Man erfährt Historisches, wie, dass Charles Lewis Tiffany in seinem New Yorker Geschäft bereits 1847 mit dem Verkauf von Uhren angefangen hat. Und dass 1851 eine enge Partnerschaft mit Patek Philippe besiegelt wurde und Tiffany der erste Händler war, der in den USA Pateks verkaufte. Und: 1874 eröffnete Tiffany sogar eine eigene, dannzumal hochmoderne Manufaktur am Place Cornavin in Genf, um eigene Uhrwerke und Gehäuse zu fertigen. Auch wenn die Produktion später nach New York verlagert wurde, gehört die Expertise für Chronometer und Komplikationen gemäss Beau zur Markenidentität.
Der Mann versteht Uhren: Er ist bei Tiffany & Co., seit LVMH den Juwelier 2021 für rund 16 Milliarden Dollar übernommen hat. Davor war er bei Chanel 14 Jahre lang Chef der Uhrendivision und hat sie im Luxussegment zu einer starken Mitspielerin entwickelt.
Seine heutige Mission: Tiffany, «eine schlafende Schönheit» (Beau), mit aufzuwecken und für den Wettbewerb in der Haute Horlogerie fit zu machen. Er sieht Tiffany «am Anfang ihres Potenzials» und als untervertreten an den angesagten Flaniermeilen: In nächster Zeit, so sein Programm, wird daher alle «neun bis zehn Tage eine Tiffany-Boutique» aufgehen. Und die Marke mit technisch anspruchsvoller Mechanik zudem in neue uhrmacherische Sphären eindringen. Sein erster Streich: die Tiffany Timer.
Gemäss Storytelling ist sie eine Hommage an die erste Stoppuhr der Marke aus dem Jahr 1866. Das Design ist markant: 40-Millimeter-Gehäuse aus Platin, Krone und Drücker aus Weissgold, Indexe aus Baguette-Diamanten, Zifferblatt (und schönerweise auch die Datumsscheibe) in Tiffany-Blue. Die Farbe wurde vor über 20 Jahren zusammen mit Pantone standardisiert und heisst offiziell «1837 Blue».
Im Innern arbeitet ein Herzstück der Schwestermarke Zenith: El Primero 400. Das Kaliber gilt seit 1969 als Referenz für automatische Chronographenwerke. Für die Timer wurde es verschmucklicht: In der Schwungmasse thront golden der «Vogel auf dem Felsen». Die Uhr ist auf 50 Stück limitiert.
Werbung
Gehäuse: 40 mm, Platin
Werk: El Primero 400
Komplikation: Chronograph
Gangreserve: 50 h
Preis: 53’000 Fr.
Werbung