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Uhren

Die Kleinen punkten auf dem Secondhand-Markt

Uhrenmarken abseits des Mainstreams sind im Occasionsgeschäft gefragt – auch jene der Swatch Group. Der Markt hat den Handel aus erster Hand längst eingeholt.

Marcel Speiser

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Uhrenmodell von MB&F: Auf dem Secondhand-Markt stieg die Nachfrage 2025 bei keiner anderen Marke stärker. zVg

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Die Zahlen sind verrückt: Letztes Jahr hat das Geschäft mit Uhren aus zweiter Hand ein Volumen von fast 33,5 Milliarden Dollar erreicht. Das zeigt eine Studie von Everywatch, welche die Verkäufe auf den grossen Marktplätzen wie Chrono 24, bei Uhrenhändlern und Auktionshäusern analysiert. Das Secondhandbusiness ist damit fast gleich gross wie der Markt für neue Uhren, welchen Morgan Stanley auf knapp 36 Milliarden Franken veranschlagt. Grosser Unterschied: Während der Verkauf neuer Uhren lahmt, geht bei den Occasionen die Post ab; sie liegen im Vergleich zu 2024 mehr als ein Drittel im Plus.
Doch die Marktdynamik ist längst nicht der einzige Unterschied, den die Daten von Everywatch zeigen. Sicher: An der Spitze dominieren mit Rolex, Patek Philippe, Audemars Piguet oder Omega jene Marken, die weltweit bekannt sind und für soziale Anerkennung am Handgelenk sorgen. Auffällig dabei: Mit gegen 5,7 Milliarden Dollar Umsatz auf dem Secondhandmarkt ist die Genfer Marke mit der Krone allein grösser als jede andere Marke im Geschäft mit neuen Uhren. Und der Hersteller setzt mit dem eigenen Retailer Bucherer mit seinen offiziell zertifizierten Uhren gut 1,2 Milliarden Dollar um – mehr als bekannte Namen wie Breitling und IWC mit neuen Uhren.

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