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Retro-Revival

Bemerkenswertes Comeback

Tissot legt mit der Visodate aus den 1950ern eine Dresswatch neu auf.

Iris Kuhn Spogat

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Die Tissot Visodate kehrt mit modernen Upgrades zurück. zVg

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Der Clou der Visodate, die Tissot Mitte der 1950er-Jahre lanciert hat, war, dass Tissot erstmals eine gut ablesbare Datumsanzeige mit einem automatischen Werk kombiniert und die neue «Alltagssouveränität» in ein gewölbtes Dresswatch‑Design verpackt hat. Eine Datumsanzeige, die auch ohne Lupe funktioniert, war anno dannzumal nicht Standard, sondern «Hightech», und das obendrein elegant verpackt.
Der Kollektion erging es gleich wie vielen anderen damaligen Dresswatches: Sie fiel im Zug der Quarzkrise und wegen neuer Vorlieben in Sachen Style aus dem Sortiment. 2010 holte Tissot sie als Heritage-Modell zurück, mechanische Uhren wurden wieder stärker über Geschichte und Authentizität erzählt.
Gerade unter Sammlern blieb die Visodate ein Geheimtipp. Frühe Referenzen aus den 1950er- und 1960er-Jahren – etwa mit den damaligen Automatikwerken der 78x-Familie – verbinden moderate Gehäusegrössen mit klar gestalteten Zifferblättern. Das ist attraktiv, weniger wegen des Prestiges als wegen der Balance: elegante Alltagsuhr, solide Technik, nicht überinszeniert.
Nun rückt Tissot die Visodate erneut ins Rampenlicht und legt drei neue Varianten auf mit 39-Millimeter-Gehäuse, gewölbtem Saphirglas und einem sichtbar arbeitenden Powermatic-80-Kaliber mit Nivachron-Spirale. Es schafft 80 Stunden Gangreserve.

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Die Visodate mit weissem Zifferblatt und goldenen Indizes.zVg
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Die Visodate mit weissem Zifferblatt und goldenen Indizes.zVg
Die drei Varianten unterscheiden sich gestalterisch: Die eine hat ein silberfarbenes Zifferblatt, goldfarbene Indizes und ein braunes Lederband. Die andere hat ein strukturiertes, blaues Zifferblatt und wird mit einem Reiskorn-Stahlband getragen, und Nummer 3 ist wie Nummer 2 nur schwarz. Allen gemeinsam ist der Clou der Visodate: das klar gerahmte Datumsfenster bei 3 Uhr.
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Die zweite Visodate kommt mit einem blauen Zifferblatt und Stahlband daher.zVg
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Die zweite Visodate kommt mit einem blauen Zifferblatt und Stahlband daher.zVg
Dieser Relaunch erinnert wieder einmal daran, dass das Uhrenbusiness von gut gemachten Alltagsuhren lebt – von Modellen, die Jahrzehnte später plötzlich wieder in die Zeit passen. Bemerkenswert an der Neulancierung ist insbesondere ihr Pricing: Die Visodate mit Lederband kostet 695 Franken, die mit dem Metallband 775 Franken.
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Nummer drei ist wie die zwei schwarz.zVg
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Nummer drei ist wie die zwei schwarz.zVg

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