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Wo Chrom glänzt und Motoren röhren, ist die Uhrenwelt nicht weit. Vom Gentleman-Kosmos der Klassiker bis zur oktangeschwängerten Formel 1.
Im Racing-Film «Le Mans» (1971) ist Schauspieler Steve McQueen mit einer Heuer Monaco zu sehen.
PREs ist das perfekte Paar. So urteilt jedenfalls Oliver Müller, Uhrenexperte und Gründer des Beratungsunternehmens LuxeConsult, über die Liaison von Autos und Uhren: «Mechanik und die Faszination dafür verbindet beide Welten.» Nach wie vor fesselt die «Zauberwelt des Balletts von komplizierten Verzahnungen» die Menschen – «mehrheitlich Männer» –, und zwar von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter.
Das haben auch die Uhrenmarken erkannt: Sowohl die testosterongeschwängerte Welt des Rennsports wie der feine Vintage-Kosmos des klassischen Automobils dienen seit Jahrzehnten als Turbo für den Verkauf von Uhren: Wo immer Motoren aufheulen oder Chromleisten blitzen, sind Rolex, Chopard, TAG Heuer, Richard Mille, IWC und viele andere nicht weit.
Der Erste war Jack Heuer, einstiger Patron und späterer Ehrenpräsident von TAG Heuer (damals noch Heuer). Der Autofan erkannte die Anziehungskraft von coolen Autos auf Uhrenfans und hatte in den Vereinigten Staaten gelernt, was modernes Marketing ist. Die Methoden wendete er als Pionier in der Schweizer Uhrenbranche an. Sein grosser Coup: Er machte die Grossen des Motorsports zu seinen Botschaftern: Jo Siffert, Niki Lauda, Clay Regazzoni, Jochen Rindt und auch Schauspieler Steve McQueen, Hauptdarsteller im Kultfilm «Le Mans». Bald schon prangten die roten Heuer-Logos nicht nur an Fahreroveralls und Rennwagen, sondern auch auf den Modell-Ferraris der Spielzeughersteller, welche die Realität der Pisten so authentisch wie möglich nachempfinden wollten.
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