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CEO Christoph Grainger-Herr, selbst Architekt, prägte die hochmoderne Produktionsstätte mit klaren Formen und effizientem Design.
Klassische Formensprache modern interpretiert: 2018 wurde die Manufaktur eröffnet. Investment: 42 Millionen Franken.
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Es gibt wohl nur wenige Gebäude in der Uhrenindustrie, die derart deutlich die Handschrift des CEO einer Marke tragen wie die Produktionsstätte von IWC am Stadtrand von Schaffhausen: Christoph Grainger-Herr, selbst auch Architekt, hat den 2018 eingeweihten Neubau massgeblich mitgestaltet. Inspiriert haben ihn dabei Expo-Pavillons der Moderne. Ziel war, wie er sagt, «kein rückwärtsgewandter Klassizismus, sondern ein klassisches Verständnis von Formensprache, nach vorne schauend umgesetzt».
Das Gebäude: Entstanden ist eine Verkörperung der industriellen Philosophie von IWC. Sie zeigt dem in der Branche verbreiteten pseudobarocken Firlefanz demonstrativ die kalte Schulter und setzt stattdessen auf klare Formen und Funktion – bei den Uhren wie beim Bau, welcher im Inneren konsequent auf effiziente Produktionsabläufe optimiert ist. Kalt abweisend wirkt er dennoch nicht: Mit Holzplanken belegte Vordächer sorgen für einen Veranda-Touch und verleihen dem Ensemble ein modernes Villen-Ambiente. Von Beginn an wurde bei der Planung auch an Uhrenfans gedacht, die die Produktionsstätte besichtigen können – ohne dabei die Uhrmacher bei ihrer Arbeit zu stören.
42 Millionen Franken investierte die Marke in den Neubau, 80 Unternehmen errichteten ihn in 21 Monaten. Insgesamt stehen 13’500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche zur Verfügung.
Die Marke: IWC, 1868 gegründet vom US-amerikanischen Uhrmacher und Ingenieur Florentine Ariosto Jones (1841–1916), war eine der allerersten Marken, die im Uhrenbau die industrielle Fertigung einführte. Schaffhausen war dafür ein idealer Standort, weil man die Energie brauchte und dafür die Wasserkraft des Rheins nutzen konnte. Heute gehört IWC zum Richemont-Konzern; nach den letzten Schätzungen von LuxeConsult und Morgan Stanley werden jährlich rund 120’000 Uhren produziert, der Umsatz liege bei etwa 548 Millionen Franken.
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