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Macht des Ölkartells schwindet

Vereinigte Arabische Emirate treten aus der Opec aus

Die Vereinigten Arabischen Emirate kündigen an, aus dem Ölkartell Opec auszutreten. Der Schritt werde am 1. Mai erfolgen, berichteten staatliche Medien am Dienstag.

martin schmidt

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Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen auf Anfang Mai aus dem Ölkartell Opec austreten. AFP

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Der Zoff ums Öl im Nahen Osten eskaliert. Der Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus der Opec soll auf den 1. Mai erfolgen, wie staatliche Medien berichten. Damit verliert das Ölkartell ein wichtiges Mitglied. Die Emirate werfen den Nachbarländern eine unzureichende Zusammenarbeit vor. Unter anderem sei während der iranischen Angriffe die Unterstützung ausgeblieben. Die Vereinigten Arabischen Emirate erlebten im Frühjahr nach dem Ausbruch des Iran-Kriegs heftige Angriffe durch iranische Drohnen und Raketen.
Zwischen den VAE und Saudi-Arabien herrscht seit längerem dicke Luft. Saudi-Arabien gilt als grösstes Ölförderland als Anführer des Kartells. Die VAE werfen Saudi-Arabien vor, die Fördermengen unfair zu verteilen. Das Land verfügt über stark ausgebaute Förderkapazitäten, die als OPEC-Mitglied nicht wie gewünscht genutzt werden können.

Kartell verliert an Einfluss

Für das Ölkartell ist der Austritt ein herber Rückschlag. Das Kartell hat in der Vergangenheit bereits deutlich an Einfluss verloren. Einerseits wegen des Schieferöl-Booms in den USA und dem Förderausbau in Ländern wie Brasilien. Zudem hat die Opec in den letzten Jahren bereits Mitglieder wie Angola oder Katar verloren. Das macht es für das Ölkartell schwieriger, den Weltmarktpreis zu kontrollieren. Ohne die Vereinigten Arabischen Emirate sinkt die Mitgliederzahl des Kartells auf 11 Länder.

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Für US-Präsident Donald Trump (79) ist der Austritt eine erfreuliche Entwicklung: Er wirft der Opec vor, den Ölpreis mit einer Drosselung der Fördermengen künstlich hochzuhalten.
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