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Ex-Manor-Chef Stéphane Maquaire stiess abrupt an die Spitze des All-inclusive-Pioniers vor – und plant jetzt die grosse Expansion.
Stéphane Maquaire ist seit Juli 2025 CEO des Club Med und will mehr Tempo.
Julien Payette-TessierBeim Aussteigen aus dem eisgekühlten Minibus verschlägt einem die Hitze schier den Atem. Das Licht ist grell hell, das glitzernde Meer schmerzt in den Augen. Ein starker Wind zerzaust die Frisur und die Palmen unten am Strand. Und über allem liegt der betörende Duft von Salzwasser.
Bienvenido – willkommen im Club Med Punta Cana. Die Ankunft in einem der Flaggschiffe des berühmten Sorglosferien-Anbieters ist fein inszenierte Gastfreundschaft. Eine kleine Truppe von jungen Frauen und Männern – sie heissen beim Club Med «Gentils Organisateurs» (kurz GO, «sche-o») – nimmt die Ankömmlinge aus dem europäischen November in Empfang, reicht Erfrischungstücher und -drinks, verteilt die bunten Armbänder, die Zimmerschlüssel und Freipass für den Konsum an Bars und in Restaurants im Resort sind. Und dann wird jeder Gast, hier «Gentil Membre» (kurz GM, «sche-em»), von einem GO in seine Unterkunft begleitet. Diese ist klimatisiert, geräumig, hat zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, drei Toiletten und einen Balkon mit Aussicht. Die Auszeit beginnt mit einer ersten WhatsApp nach Hause: «OMG!» Dazu natürlich noch ein Foto vom palmengesäumten Strand und vom türkisblauen Meer.
Am Abend gibt es ein – bedientes – Dinner im «Indigo», einem von vier Club-Restaurants auf dem 40 Hektar grossen Gelände. Das «Indigo» ist ein riesiger, mit Palmenblättern überdachter Pavillon und liegt direkt am Strand. Gegessen wird hier à la carte – und vorzüglich.
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