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Scheinarbeit

Wie Mitarbeitende im Homeoffice ihre Anwesenheit vortäuschen

Überflüssige Aufgaben, die Ressourcen binden, und vorgetäuschte Arbeit – «Fake Work» erhält Aufschwung. Das können Firmen dagegen tun.

Olivia Ruffiner

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Ein Nickerchen während der Arbeitszeit: Dank der Digitalisierung öfters möglich. IMAGO/ingimage

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Früher war es so: Die Chefin streifte durch das Grossraumbüro und nahm zur Kenntnis, wessen Jacke über der Stuhllehne hing. Das nahm sie als Indiz dafür, welcher Mitarbeiter vor Ort – und entsprechend am Arbeiten – ist und gerade im Sinne des Unternehmens durch das Gebäude eilt.
In Zeiten von Homeoffice funktioniert dieser Präsenzindikator nicht mehr. In vielen Büros herrscht gähnende Leere, verwaiste Bildschirme stehen vor unbesetzten Stühlen. Damit Führungskräfte trotzdem wissen, wer am Arbeiten ist, brauchen sie neue Hinweise. Zum neuen Jackenpendant ist die grüne Statusanzeige in Chatprogrammen wie Slack, Google Chat oder Microsoft Teams verkommen.
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