Die FIFA bezeichnet sich selbst als Geschädigte und Initiatorin der Aktion der Bundesanwaltschaft. Man habe alles Interesse an einer Aufklärung der Vorwürfe. Der Kongress und die Präsidentenwahl fänden wie vorgesehen statt.
Weil der FIFA-Kongress bevorsteht, befanden sich am Mittwoch bereits zahlreiche Medienleute aus aller Welt in Zürich. An einer eilig einberufenen Medienkonferenz wiederholte FIFA-Mediensprecher Walter de Gregorio mehrmals, die Aktion der Bundesanwaltschaft (BA) sei eigentlich von der FIFA selbst initiiert worden: Am 18. November 2014 habe diese bei der BA eine Anzeige eingereicht.
Es ging dabei um die
Vergabe der Weltmeisterschaften von 2018 und 2022 in Russland beziehungsweise in Katar. Die BA stütze sich auf diese Anzeige.
Bereits im November habe man der BA den so genannten Garcìa-Bericht zur Verfügung gestellt - er befasst sich mit Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit diesen WM-Vergaben. Der Bericht werde überdies veröffentlicht, versicherte de Gregorio. Oberstes Interesse der FIFA sei, das «Licht in diese Sache gebracht» werde.