Nach der EU-Kommission hat auch die Eidg. Wettbewerbskommission Weko den Erwerb der Kontrollmehrheit am
Schweizer Bauchemie- und Klebestoffhersteller Sika durch die Saint-Gobain-Gruppe gutgeheissen. Eine entsprechende Medienmitteilung des französischen Baukonzerns bestätigte ein Weko-Sprecher. Aus rein kartellrechtlicher Sicht bestünden keine Bedenken im Hinblick auf eine marktbeherrschende Stellung, sagte er.
Gemäss Saint-Gobain hatten zuvor schon die Wettbewerbsbehörden der USA und von China dem Erwerb zugestimmt. Damit hätten sich alle relevanten Wettbewerbskommissionen «bedingungslos» hinter die Übernahme gestellt, sagte Andreas Bantel, Kommunikationsbeauftragter von Saint-Gobain, gegenüber der Nachrichtenagentur sda.
Diese Genehmigungen ohne Bedingung seien «eine Bestätigung für die industrielle Logik des Zusammenschlusses zwischen den beiden Gruppen», teilte Saint-Gobain weiter mit. Die Sika war am Abend für eine Stellungsnahme nicht zu erreichen.