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WEF

Pakt mit Trump

Krise übertüncht: Der US-Präsident beschert Davos im Januar einen Rekord­andrang. Die Konflikte schwelen weiter.

Dirk Schütz

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Donald Trump will im Januar zum dritten Mal als US-Präsident nach Davos kommen. Keystone
Es ist für Klaus Schwab fast eine Premiere: ein Januar bei sommerlichen Temperaturen. Seit 1971 hat der WEF-Gründer jedes Jahr den Jahresbeginn im winterlichen Davos verbracht, mit nur zwei Ausnahmen, dem Ausfall durch Corona und der Verlegung des WEF nach New York nach den Terroranschlägen auf die World-Trade-Center-Türme. Jetzt steht, wieder einmal, das grösste WEF aller Zeiten bevor. Doch Klaus Schwab zieht es in die Wärme – weit weg von Davos.
Es ist der folgerichtige Epilog eines Horrorjahres, das das WEF an den Rand des institutionellen Suizids führte und der Organisation einen Reputationsschaden zufügte, dessen Ausmass noch nicht final abzusehen ist. Beide Seiten haben sich zu sehr verletzt. Auch wenn Schwab nach einer zehrenden zweiten Untersuchung zu Machtmissbrauchs- und Bereicherungsvorwürfen im August vollumfänglich freigesprochen wurde, so ist die Zeit für eine angemessene Würdigung des grossen Gründers auf der Davoser Bühne noch nicht reif. Noch zirkuliert zu viel böses Blut.
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