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Venture Capital

Was macht Redalpine so erfolgreich?

Sie waren die ersten professionellen VCs der Schweiz und sind mit die erfolgreichsten. Auch weil sie einiges anders machen.

Marc Kowalsky

<p>Molekularbiologe ­Michael Sidler (l.) und Unternehmer ­Peter Niederhauser ­ergänzen sich gut, heisst es in der ­Branche.</p>

Molekularbiologe Michael Sidler (l.) und Unternehmer Peter Niederhauser ergänzen sich gut, heisst es in der Branche.

Samuel Trümpy für BILANZ

Um zum Eingang zu gelangen, muss man sich durch eine Baustelle schlängeln. Draussen hängt noch kein Türschild, im Lift noch der Name des Vormieters: Congo, ein Energydrink-Produzent. Die Büros stehen an diesem Herbsttag grossteils leer, die Möbel kommen erst noch. Mit Filzstift hat jemand an eine Wandtafel gekritzelt: «Swimming: Wednesday. Playstation: Friday?», die Namen der Sitzungszimmer sind jeweils mit einem Blatt Papier angeschrieben. «Das wird alles noch werden», sagt Michael Sidler. Muss es auch: Ende Januar soll die Welcome Party im neuen Zuhause von Redalpine steigen.

Hier, in der Nähe des Bahnhofs Zug, lässt sich gerade eine der erfolgreichsten Schweizer Venture-Capital-Firmen nieder. Und die älteste: Bereits seit 2006 ist Redalpine als professioneller Risikokapitalgeber unterwegs. Assets von 1,3 Milliarden Franken verwaltet die Firma heute mit ihren 45 Mitarbeitern, Ende 2026 sollen es über 2 Milliarden sein. Sieben Early Stage Funds hat man lanciert, gerade arbeitet man am achten, zudem an einem Growth und an einem Evergreen Fund. Über 100 Jungunternehmen wurden bisher finanziert, die zusammen mehr als 10’000 Jobs und 11,6 Milliarden Franken an Wert geschaffen haben. 75 Prozent der Geldgeber investieren beim nächsten Fund erneut. Kein Wunder: Die Internal Rate of Return (IRR) liegt über alle Funds bei 23,2 Prozent, der TVPI (Total Value to Paid-In), also der Gesamtwert pro investiertem Franken, bei 4. Der durchschnittliche Schweizer VC schafft laut einer gerade erschienenen Studie der Uni Basel 14 Prozent IRR bzw. 1.5 TVPI. Redalpine liegt also klar drüber.

«Sie waren die First Mover und machen vieles richtig. Ich habe höchsten Respekt vor dem, was sie hinbekommen haben», sagt Mike Baur, Gründer der Swiss Startup Group, der Redalpine als «Friendly Competitor» sieht. «Sie sind die professionellsten am Platz», sekundiert Daniel Aegerter, seit vielen Jahren ebenfalls als Risikokapitalgeber erfolgreich und immer mal wieder Co-Investor mit Redalpine: «Ich habe eine sehr gute Beziehung zum Team und schätze die Zusammenarbeit.»

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Marc Kowalsky
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