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Bier im Hoch

Temperaturen und Fussball treiben Bierverkäufe an

Der warme Frühling und die Fussball-WM spielen den Produzenten in die Karten. Doch hohe Rabatte im Detailhandel drücken auf die Margen.

BIL Stehsatz / Redaktionsmitarbeiter / Erich Buergler BA 1/4rgler

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Bier und Fussball gehören für viele zusammen. Doch für den Absatz wichtiger als die WM sind warme Abende im Frühling und Sommer. IMAGO/Matthias Koch

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Gutes Wetter macht Lust auf Bier. Diese Regel gilt weiterhin, trotz des Trends hin zu öfterem Alkoholverzicht. Die sonnigen Frühlingstage sorgen bei der Brauerei Locher mit ihrem Appenzeller Bier für Hochbetrieb. «Der Absatz liegt klar über Vorjahr und unsere Kapazitäten sind voll ausgelastet», sagt CEO Aurèle Meyer.
Auch Händler wie Coop, Lidl und Denner melden erfreuliche Absatzzahlen. Warme Abende, die zum Grillieren einladen, hätten insbesondere an Wochenenden einen grossen Einfluss auf den Bierkonsum, sagt Christoph Lienert, Direktor des Schweizer Brauerei-Verbands, der in den letzten Jahren rückläufige Absatzzahlen meldete. Allerdings sollten die Temperaturen nicht zu hoch sein. Bei Hitzewellen, wie sie ab Mitte Juni einsetzen, greifen viele lieber zu Wasser statt zu Bier.
Der Sportanlass des Jahres spielt den Brauern ebenfalls in die Karten. «Wichtiger als die Fusballweltmeisterschaft ist gutes Wetter. Wenn beides zusammentrifft – umso besser», sagt Meyer. Der Einfluss einer WM werde oftmals überschätzt, sagt Gaby Gerber, Medienverantwortliche des Marktführers Feldschlösschen. Während der Dauer des Turniers entspreche der zusätzliche Absatz des gesamten Schweizer Markts rund einer Million Liter Bier. «Gemessen am Schweizer Gesamtmarkt von rund 460 Millionen Litern pro Jahr ist das ein eher moderater Effekt.»

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«Der Absatz liegt klar über Vorjahr», sagt Aurèle Meyer, CEO der Brauerei Locher, die das Appenzeller Bier herstellt.
«Der Absatz liegt klar über Vorjahr», sagt Aurèle Meyer, CEO der Brauerei Locher, die das Appenzeller Bier herstellt.Samuel Trümpy
«Der Absatz liegt klar über Vorjahr», sagt Aurèle Meyer, CEO der Brauerei Locher, die das Appenzeller Bier herstellt.
«Der Absatz liegt klar über Vorjahr», sagt Aurèle Meyer, CEO der Brauerei Locher, die das Appenzeller Bier herstellt.Samuel Trümpy
Derweil überbieten sich die Detailhändler seit Monaten mit Aktionsangeboten auf dem Biersortiment. So gewährte Coop 40 Prozent Rabatt auf sämtlichen Schweizer Bieren ab dem Kauf von drei Multipacks, und auch bei den Discountern Lidl und Denner gab es Rabatte von um die 20 Prozent auf dem ganzen Sortiment. «In der Tendenz häufen sich die Bieraktionen im Detailhandel, und die Rabatte werden höher», sagt Locher-CEO Meyer.
Laut Feldschlösschen achten Konsumentinnen und Konsumenten angesichts der angespannten Wirtschaftslage stärker auf den Preis. «Für die Brauereien bedeutet dies einen anspruchsvollen Markt mit hohem Wettbewerbsdruck», sagt Gaby Gerber.

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