VW-Aufsichtsrat verabschiedet Sparpaket– 60'000 Jobs in Gefahr
Nach monatelangen Verhandlungen hat der VW-Aufsichtsrat einem Spar- und Sanierungsprogramm zugestimmt. Der Plan könnte Zehntausende Jobs kosten und gefährdet vier Werke in Deutschland.
Der Weg dorthin war allerdings alles andere als einfach. Im Aufsichtsrat treffen unterschiedliche Interessen aufeinander: Auf der einen Seite stehen das Management sowie die Grossaktionäre Porsche und Piëch, die einen tiefgreifenden Kurswechsel und deutliche Einsparungen fordern. Auf der anderen Seite versuchten die Arbeitnehmervertreter gemeinsam mit dem Land Niedersachsen, die Folgen der geplanten Einschnitte zu begrenzen.
Diese Werke stehen auf der Kippe
Bereits im Juli war ein erster Versuch gescheitert, die erforderliche Mehrheit für den Sanierungsplan zu erreichen. Volkswagen-Chef Oliver Blume musste daraufhin nachbessern und dem Kontrollgremium ein überarbeitetes Konzept vorlegen.
Der Entscheid könnte bis zu 60'000 Jobs kosten. Diese Anpassung der weltweiten Personalkapazitäten sei notwendig, um die Ziele des Transformationsprogramms zu erreichen, teilte das Unternehmen in Wolfsburg mit. «Der Zukunftsplan schafft die Voraussetzungen, um den Volkswagen Konzern und seine Marken leistungsfähiger, wettbewerbsstärker und zukunftsorientierter aufzustellen.»
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Im VW-Konzern stehen zudem vier Werke auf der Kippe. Für die Standorte Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm könne keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 gewährleistet werden, erklärte VW. Für diese Werke würden «parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten» geprüft.