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Fast niemand kennt VF Corporation. Dabei vereint es Brands wie Vans oder Timberland unter einem Dach. Und operiert vom Tessin aus weltweit.
VF Corporation im Tessin: Im ganzen Gebäude präsentieren sich die Brands wie The North Face im passenden Umfeld.
Beppe Raso PhotographerMartino Scabbia Guerrini ist einer jener polyglotten Italiener, die im Lauf ihrer Karriere in der angelsächsischen Konzernwelt die Espresso-Gemütlichkeit abgelegt, ihren Charme aber glücklicherweise behalten haben. Sein Büro, mit Pult und von Büchern übersätem Konferenztisch randvoll befüllt, kann jeder ohne Überwindung eines Vorzimmers betreten. Die Glastür wird er eine Stunde später schliessen, wenn die Konzernleitung per Videokonferenz tagt. Ansonsten steht sie meist offen.
Davor wuseln junge Leute durch die Gänge, treffen sich an Kaffeetheken, sitzen in den offenen Stockwerken still vor ihren Computern, hinter sich lange Stangen mit Stoffteilen und Musterkleidung, andere packen Werbemittel in Kartons oder spannen Textilproben in Labormaschinen ein, um Reissfestigkeit und Wasserdichtigkeit zu prüfen. In der Halle im Erdgeschoss lauschen mehr als 100 Leute einer Schulung, um sie herum Ladengeschäfte, die nichts zu verkaufen haben. Sie sollen den Mitarbeitern das passende Ambiente der Firmenbrands, deren «Markenwelt», in Fleisch und Blut übergehen lassen.
Der topmoderne Glasbau, in dem rund 900 Menschen arbeiten, residiert etwas versteckt in einem Tessiner Industriegebiet. Für den börsenkotierten US-Multi VF Corporation, zu Hause in Denver, Colorado, ist dieses Gebäude im beschaulichen Stabio das Hauptquartier der Weltregion Europa, Guerrini hier der charmante Chef.
VF Corporation bearbeitet die halbe Welt vom Tessin aus. Für den börsenkotierten US-Multi, zu Hause in Denver, Colorado, ist das Gebäude im beschaulichen Stabio das Hauptquartier der Weltregion Europa. Die Offenheit soll junge Mitarbeiter ansprechen. Der alte VW Bulli dient als kleiner Sitzungsraum.
Beppe Raso PhotographerWelt der Marken: Im ganzen Gebäude präsentieren sich die Brands im passenden Umfeld.
Beppe Raso PhotographerBüros haben nur die wenigsten Mitarbeiter. Die meisten arbeiten in offenen Etagen.
Annick Ramp/NZZShops ohne Verkäufer: Sie dienen als Stimmungsbilder für Mitarbeiter: VF-Brands in shopähnlichen Flächen, eingebaut im VF-Gebäude in Stabio.
Annick Ramp/NZZRucksackriese: VF soll mehr als die Hälfte des US-Marktes für Rucksäcke abdecken. Vor allem, aber nicht nur mit den Brands Eastpak und Jansport.
NZZ-Photographen-TeamWie eine frische Leinwand: Zwar stellt VF ansonsten eher bunte Produkte her – kann aber auch anders.
Annick Ramp/NZZ
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