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Mega-Merger in der Aufzugsbranche

Schindler vor der Stunde der Wahrheit

Der Liftkonzern ist mit einer Megafusion konfrontiert: Konkurrent Kone will die deutsche TK Elevator schlucken. Noch nie war Schindlers Position derart bedroht. Welche Optionen der Konzern hat.

Olivia Ruffiner

Die Aufzugsbranche ist mit einer Marktverschiebung konfrontiert, die sich schon länger abzeichnet. Mit Neuinstallationen lässt sich kaum mehr Geld verdienen. Die margenträchtigsten Bereiche liegen im Service- und Modernisierungsgeschäft.
Die Aufzugsbranche ist mit einer Marktverschiebung konfrontiert, die sich schon länger abzeichnet. Mit Neuinstallationen lässt sich kaum mehr Geld verdienen. Die margenträchtigsten Bereiche liegen im Service- und Modernisierungsgeschäft. RMS

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Die Nachricht an die Investoren war kurz. Aufgrund der «wandelnden Wettbewerbsdynamik» hat Schindler beschlossen, den Kapitalmarkttag zu verschieben. Der Lifthersteller aus Ebikon muss das Feld neu ausloten. Denn im April kündigte die finnische Mitbewerberin Kone an, die deutsche Thyssenkrupp Elevator (TKE) für 29,4 Milliarden Euro übernehmen zu wollen. Die Nachricht sendete Schockwellen durch die Aufzugsbranche, die ohnehin schon stark konsolidiert ist.
Von vier Branchengiganten blieben nur noch drei: Kone, die mehrheitlich vom finnischen Milliardär Antti Herlin kontrolliert wird, katapultiert sich mit dem Deal von Platz drei auf Platz eins der Weltspitze. Der aktuelle Marktführer Otis würde auf Platz zwei und Schindler auf Platz drei verdrängt. Thyssen-Kone wäre ein Moloch mit einer kombinierten Schlagkraft von 100’000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 20,5 Milliarden Euro. Schindler erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von 11 Milliarden Franken.

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