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Schweizer Hersteller sind betroffen

Neue US-Strafzölle auf Drohnen

Die Strafzölle sollen 21 Tage nach der Unterzeichnung in Kraft treten. Sie sind je nach Land unterschiedlich hoch und gelten auch für Schweizer Hersteller. Ein Land trifft die Massnahme besonders hart.

Nathalie Benn

Donald Trump verhängt Strafzölle von bis zu 100 Prozent für ausländische Drohnenhersteller.
Donald Trump verhängt Strafzölle von bis zu 100 Prozent für ausländische Drohnenhersteller.imago/MediaPunch

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US-Präsident Donald Trump (80) hat eine neue Reihe Strafzölle angeordnet, wie das Weisse Haus am Donnerstag (Ortszeit) mitteilt. Diesmal gelten sie für Drohnen und ihre Bauteile. Die Vereinigten Staaten seien in diesem Bereich zu abhängig von ausländischen Anbietern, erklärt die Regierung in der Mitteilung. Ausserdem würden Drohnen von bestimmten ausländischen Unternehmen ein Sicherheitsrisiko für das Land darstellen, weshalb ihr Import beschränkt werden müsse.
So gelten für Modelle ab einer bestimmten Grösse oder mit besonders sicherheitsrelevanten Fähigkeiten bald Zölle von bis zu 100 Prozent. Produkte aus der Schweiz, der EU, Japan, Liechtenstein, Südkorea und Taiwan würden zukünftig mit 15 Prozent verzollt, teilt die Regierung mit. Für Grossbritannien betragen die Strafzölle 10 Prozent. Sie sollen 21 Tage nach Unterzeichnung der Anordnung in Kraft treten.

Schweiz exportierte 2024 Drohnen im Wert von rund 313 Millionen

Je nach Ausführung werden Drohnen und vor allem einzelne Bauteile in der Schweizer Aussenhandelsstatistik unter Fluggeräten, Elektronik oder militärischen Gütern erfasst, weshalb es keine genauen Angaben zu den Schweizer Drohnenexporten gibt. Der jüngste Swiss Drone Industry Report schätzt den Exportumsatz der Schweizer Drohnenhersteller auf 313 Millionen Franken im Jahr 2024. Das sind jedoch Exporte der gesamten Schweizer Drohnenbranche in alle Länder, nicht ausschliesslich Lieferungen in die USA. Jedoch zeigt der Report auch, dass die Vereinigten Staaten nach Deutschland der zweitwichtigste Exportmarkt der hiesigen Produzenten sind.

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Chinesische Hersteller trifft die Massnahme mit voller Wucht: Die Volksrepublik muss mit 100 Prozent den höchsten Zollsatz abdrücken. Das überrascht nicht: Die Strafzölle sollen vor allem die Konkurrenz aus China schwächen, die derzeit den US-Markt dominiert. Washington geht bereits seit Jahren gegen chinesische Drohnentechnik vor: Seit Ende 2025 können ausländische Hersteller grundsätzlich keine Zulassung mehr für neue Modelle erhalten. Bereits zugelassene Drohnen dürfen weiterverkauft werden.

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