So deutlich war Ermotti noch nie
Grund für die Abwanderungsgerüchte sind strengere Kapitalanforderungen an die UBS. 23 Milliarden Dollar muss die UBS zusätzlich an Eigenkapital bereitstellen, so die Forderung von Finanzministerin Karin Keller-Sutter. Es geht dabei um strengere «Too big to fail»-Regeln als Reaktion auf die Notübernahme der angeschlagenen Credit Suisse. Dass Ermotti sich jetzt so deutlich zu diesen Gerüchten äussert, ist ein Novum. Ende September wies Ermotti die Gerüchte an einer Medienkonferenz am UBS-Hauptsitz in Zürich zwar auch schon zurück, sagte aber auch: «Es gibt sicher Druck von den Aktionären. Die Unsicherheit hilft nicht, den Druck zu meistern. Bis jetzt haben wir geschafft, die Leute ruhig zu behalten».