Diese Schweizer Taste bewegt Zugtüren auf der ganzen Welt
Täglich verschaffen sich Menschen weltweit über einen unscheinbaren Knopf Zutritt zu Bus, Tram und Zug. Der Türöffner ist Symbol für Schweizer Ingenieurskunst und Stressventil für den Pendlerstrom.
Die Türöffnertaste der Baureihe 57 ist für einen Lebenszyklus von acht Millionen Betätigungen ausgelegt. Robustheit ist wichtig bei diesen riesigen Pendlermassen am Morgen und Abend.Keystone
Montagmorgen, 7.30 Uhr: Der Zug fährt ein, die Menschenmenge drängt nach vorne. Auf dem Perron wie im Eingangsbereich stehen die Pendler in den Startlöchern. Noch bevor der Zug hält, klickt es ungeduldig an der Zugtür. Klick, klick, klick – der grün leuchtende Knopf an der Tür wird malträtiert, als liesse sich die Tür mit schierer Willenskraft schneller öffnen. Die grüne Taste ist ein psychologisches Ventil für den chronisch gestressten Pendlerstrom.
Aber: «Mehrmals drücken bringt nichts», sagt Expert Product Manager Pascal Bläsi. Der erste Knopfdruck leitet das Signal an die Türsteuerung weiter und speichert den Freigabewunsch. Erst wenn der Zug steht und das Lokpersonal die zentrale Türfreigabe erteilt, setzt sich die Mechanik in Bewegung. Die Taste ist damit eher Bittsteller als Befehlsgeber.