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Grosses Misstrauen

Migros Zürich verliert das Vertrauen der Genossenschafter

Die rund 600 Millionen Euro Verlust mit der Tegut-Kette sorgen für Unmut. Die Zürcher Genossenschafter setzen in der Urabstimmung ein klares Zeichen – und üben Kritik an der Verwaltung.

Erich Bürgler, Redaktor BILANZ - fotografiert im September von Paul Seewer für BILANZ

Migros-Zürich-Chef Patrik Pörtig gab bekannt, was das Tegut-Debakel kostet.
Migros-Zürich-Chef Patrik Pörtig gab bekannt, was das Tegut-Debakel kostet. Samuel Trümpy

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Die hohen Verluste der Migros Zürich mit der deutschen Kette Tegut sind noch nicht richtig verdaut. Rund 600 Millionen Euro setzte die grösste der zehn Genossenschaften über die Jahre in den Sand. Der langjährige Migros-Zürich-CEO Jörg Blunschi hatte in Deutschland vergeblich den Erfolg gesucht. Im Frühling gab sein Nachfolger Patrik Pörtig das Aus für Tegut bekannt.
Den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern der Migros Zürich bleibt der Ärger. Fast zwölf Prozent stimmten in der Urabstimmung 2026 gegen die Entlastung der Verwaltung, des Aufsichtsgremiums der Migros Zürich. Zum Vergleich: Bei anderen Genossenschaften wie Luzern, Ostschweiz oder Basel lag dieser Wert lediglich zwischen fünf und sechs Prozent.
Für Vincent Kaufmann, CEO des Stimmrechtsberaters Ethos, ist das ein deutliches Zeichen. «Im Vergleich mit kotierten Firmen kann man sagen: Ein Nein-Stimmen-Anteil von über zehn Prozent ist ein klares Signal für Kritik.» Die Migros Zürich habe offensichtlich Erklärungsbedarf. Die Genossenschaft führt die hohe Ablehnungsquote auf regionale Unterschiede, strukturelle Veränderungen und die Ergebnisentwicklung zurück.

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