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Nach Flug-Streichungen

Swiss greift Lufthansa unter die Arme

Swiss reagiert auf das Chaos bei Lufthansa: Wegen tausender gestrichener Flüge baut die Airline ihr Europa-Angebot kurzfristig aus. Doch gleichzeitig werden andere Verbindungen reduziert.

Daniel Macher

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Swiss springt mit zusätzlichen 140 Flügen bis Ende Mai ein. imago/Sven Simon

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Die Airline Swiss reagiert auf die massiven Flugstreichungen ihrer Konzernmutter Lufthansa – und hilft nun aus. Bis Ende Mai bietet die Schweizer Fluggesellschaft rund 140 zusätzliche Flüge innerhalb Europas an. Das bestätigte eine Firmensprecherin am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur AWP.
Ausgebaut werden verschiedene Destinationen im Swiss-Streckennetz, besonders Cluj, Stuttgart und München. Damit leiste man einen wichtigen Beitrag, um den Passagieren, die von den Lufthansa-Streichungen betroffen sind, alternative Flugverbindungen anzubieten, teilt die Swiss auf Anfrage von Blick mit.
Gleichzeitig nimmt die Airline aber auch punktuell Anpassungen vor: Bis Ende Juni werden an einzelnen Tagen gewisse Strecken ausgedünnt und gewisse Ziele weniger häufig angeflogen. Insgesamt sind rund 50 Flüge betroffen, unter anderem nach Nizza, Amsterdam und London. «Wir bedienen jedoch weiterhin alle geplanten Destinationen», betont eine Swiss-Sprecherin gegenüber Blick.

Lufthansa streicht 20'000 Flüge

Hintergrund der Massnahmen ist ein drastischer Schritt bei Lufthansa: Der Konzern hatte am Dienstag angekündigt, bis Oktober rund 20'000 Kurzstreckenflüge zu streichen. Grund ist unter anderem das Aus der Regionaltochter Cityline. Damit will die Airline rund 40'000 Tonnen Kerosin einsparen. Der Preis für das Flugbenzin hat sich seit Ausbruch des Iran-Kriegs massiv verteuert.

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Die Lufthansa-Gruppe plant, mit dem Abbau unrentable Kurzstrecken zu reduzieren und das Angebot effizienter zu gestalten. Der Fokus liegt künftig stärker auf den sechs grossen Drehkreuzen Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom.

Weitere Anpassungen folgen

Erste Einschnitte sind bereits umgesetzt: Seit Montag werden täglich rund 120 Flüge gestrichen. Betroffen sind unter anderem Verbindungen von Frankfurt nach Polen und Norwegen. Weitere Strecken werden vorübergehend über andere Flughäfen abgewickelt.
Die Lufthansa arbeitet derzeit auch an ihrer mittelfristigen Streckenplanung. Details dazu sollen Ende April oder Anfang Mai veröffentlicht werden. Für den Sommerflugplan zeigt sich der Konzern jedoch vorsichtig optimistisch und rechnet mit einer «weitgehend stabilen Treibstoffversorgung».
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