Die Airline Swiss reagiert auf die massiven Flugstreichungen ihrer Konzernmutter Lufthansa – und hilft nun aus. Bis Ende Mai bietet die Schweizer Fluggesellschaft rund 140 zusätzliche Flüge innerhalb Europas an. Das bestätigte eine Firmensprecherin am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur AWP.
Ausgebaut werden verschiedene Destinationen im Swiss-Streckennetz, besonders Cluj, Stuttgart und München. Damit leiste man einen wichtigen Beitrag, um den Passagieren, die von den Lufthansa-Streichungen betroffen sind, alternative Flugverbindungen anzubieten, teilt die Swiss auf Anfrage von Blick mit.
Gleichzeitig nimmt die Airline aber auch punktuell Anpassungen vor: Bis Ende Juni werden an einzelnen Tagen gewisse Strecken ausgedünnt und gewisse Ziele weniger häufig angeflogen. Insgesamt sind rund 50 Flüge betroffen, unter anderem nach Nizza, Amsterdam und London. «Wir bedienen jedoch weiterhin alle geplanten Destinationen», betont eine Swiss-Sprecherin gegenüber Blick.
Die Lufthansa-Gruppe plant, mit dem Abbau unrentable Kurzstrecken zu reduzieren und das Angebot effizienter zu gestalten. Der Fokus liegt künftig stärker auf den sechs grossen Drehkreuzen Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom.
Weitere Anpassungen folgen
Erste Einschnitte sind bereits umgesetzt: Seit Montag werden täglich rund 120 Flüge gestrichen. Betroffen sind unter anderem Verbindungen von Frankfurt nach Polen und Norwegen. Weitere Strecken werden vorübergehend über andere Flughäfen abgewickelt. Die Lufthansa arbeitet derzeit auch an ihrer mittelfristigen Streckenplanung. Details dazu sollen Ende April oder Anfang Mai veröffentlicht werden. Für den Sommerflugplan zeigt sich der Konzern jedoch vorsichtig optimistisch und rechnet mit einer «weitgehend stabilen Treibstoffversorgung».