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nach erstem Semester

Straumann auf Kurs und wechselt CEO aus

Straumann ist in den ersten sechs Monaten deutlich gewachsen. Für Überraschung sorgt derweil der angekündigte Chef-Wechsel.

awp

Guillaume Daniellot, seit 2020 CEO bei Straumann.
Guillaume Daniellot, seit 2020 CEO bei Straumann.PR

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Den Umsatz beziffert der Zahnimplantatehersteller in einem Communiqué vom Mittwoch auf 1,38 Milliarden Franken, ein Plus von 2,3 Prozent. Organisch, also ohne Akquisitionen und Währungseffekte, betrug das Wachstum 7,8 Prozent (VJ 10,2 Prozent).

Alle Regionen wachsen

Nach wie vor entwickeln sich die einzelnen Regionen sehr unterschiedlich: So legten die Umsätze in der wichtigsten Region Europa, Naher Osten & Afrika nach sechs Monaten organisch um 8,2 Prozent auf gut 573 Millionen zu. In Nordamerika kletterten die Einnahmen um 8,1 Prozent während Straumann in Asien um 4,2 Prozent und in Lateinamerika gar zweistellig um 15,4 Prozent wuchs.
Vor allem die USA und China standen zuletzt verstärkt im Fokus. In den USA sei die Konsumentenstimmung zwar weiter vorsichtig, der Patientenzulauf aber stabil. «Die Region entwickelte sich weiterhin besser als der zugrunde liegende Implantologiemarkt», heisst es dazu.
In China wartet Straumann weiterhin auf die nächste Preisreform (VBP 2.0). Diese könnte nun möglicherweise in der zweiten Jahreshälfte beginnen und bereits zu Beginn des Jahres 2027 operativ umgesetzt werden.
Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich auf 351 Millionen Franken von 330 Millionen. Unter dem Strich stieg der Reingewinn auf 251 Millionen (VJ 238Mio).

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Der vom Straumann-Management in den Vordergrundgrund gestellte operative Kerngewinn ging dagegen leicht auf 355 Millionen Franken zurück (VJ 358 Mio). Die entsprechende Marge lag damit bei 25,7 Prozent nach 26,6 Prozent in der Vorjahresperiode. Das Kernergebnis klammert gewisse Sonderposten aus.
Insgesamt hat Straumann etwas über den Erwartungen der Analysten abgeschnitten.

Ausblick bestätigt

Für das laufende Jahr hatte Straumann bereits im Juni die Margenprognose angehoben. So soll sich die Kern-EBIT-Marge 2026 um 140 bis 170 Basispunkte verbessern. Für den Umsatz peilt Straumann unverändert ein organisches Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich an.
Für Gesprächsstoff sorgt derweil die neue CEO-Besetzung. Straumann hat Christopher Norbye per 1. Dezember 2026 zum neuen operativen Leiter ernannt. Er folgt auf Guillaume Daniellot, der nach fast 20 Jahren im Unternehmen und sieben Jahren als CEO zurücktritt.
In ihren Kommentaren ähneln sich die Analysten, indem sie den Zahlen diverse positive Aspekte und ermutigende Signale abringen können. Dagegen bedauern sie einstimmig den Abgang von Daniellot.
Wie der zuständige UBS-Experte schreibt, habe Daniellot bei Investoren ein hohes Ansehen genossen. Für Bernstein steigt damit zunächst die Unsicherheit. Bei der ZKB moniert der zuständige Experte, dass Straumann den Wechsel als geplant darstelle, er dies allerdings zum ersten Mal höre.

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