Die Chefin der Hautpflegemarke Valmont sagt, wie sie als Familienfirma der Krise im Luxus trotzt – warum sie Bernard Arnault bewundert und ihr Unternehmen doch nicht an LVMH verkaufen werde.
Seraina Gross
Wahrer Luxus sei nicht mehr das Geld, sondern die Zeit zu haben, sich etwas Gutes zu tun, sagt die CEO zur Handelszeitung.Raphaël Dupain
Valmont ist ein Exot in der sonst eher technikaffinen Schweizer KMU-Welt. Das Familienunternehmen ist eine der ersten Adressen für Luxushautpflege. Wir treffen die Inhaberin und Chefin Sophie Vann Guillon an einem glühend heissen Sommertag am Hauptsitz an der Place du Port in Morges.
Ein 50-Milliliter-Tiegel Ihrer «Crème Merveilleuse» kostet 1045 Franken. Dafür kann ich mir zwei LVMH-Aktien kaufen. Warum sollte ich mich für Ihre Creme entscheiden, die mich zwar kurzfristig glücklich macht, aber nach einem Monat bereits wieder aufgebraucht ist?