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Familien in Fashion

Chicorée und PKZ trotzen dem Abwärtstrend in der Branche

Schweizer Firmen in Privathand behaupten sich trotz schrumpfendem Markt und harter internationaler Konkurrenz.

BIL Stehsatz / Redaktionsmitarbeiter / Erich Buergler BA 1/4rgler

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Vater und Sohn: Präsident und Firmengründer Jörg Weber (l.) und Co-CEO Pascal Weber expandieren mit Chicorée. Michael Sieber

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Steht das Budget unter Druck, wird aus so manchem Modefan rasch ein Modemuffel. Neben der gedrückten Konsumentenstimmung sorgen auch mächtige ausländische Konkurrenten für ein anspruchsvolles Umfeld für Schweizer Modeunternehmen. Der Umsatz der Branche ist schon seit mehreren Jahren rückläufig – ein Minus von über vier Prozent zeigen die jüngsten Zahlen. Onlinehändler wie Zalando haben Marktanteile gewonnen. Doch es gibt Schweizer Anbieter, die sich erfolgreich behaupten. Dazu gehören Chicorée und PKZ. Sie bedienen zwar eine völlig unterschiedliche Kundschaft, haben aber auch Gemeinsamkeiten. Eine entscheidende: Beide Unternehmen sind im Besitz von Familien.
An der wenig prestigeträchtigen Adresse Kanalstrasse 8 im Industriegebiet von Dietikon steht der Hauptsitz von Chicorée – dem Discounter für Damenmode. An den Kleiderstangen in den Grossraumbüros hängen bereits die Kollektionen für den kommenden Herbst. Firmengründer und Präsident Jörg Weber vergleicht sein Geschäft mit einer Bäckerei: «Wir brauchen ständig frische Ware, die jeden Tag angeliefert wird.» Viele Kundinnen kommen mehrmals pro Woche in die Läden und wollen bei jedem Besuch jeweils neue Angebote sehen. 18 Millionen Kleidungsstücke verkauft Chicorée pro Jahr, der Durchschnittspreis pro Kleidungsstück liegt unter zehn Franken.

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