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Auslagerung

Schweizer Firmen schaffen 7126 neue Jobs – im Ausland

Der starke Franken verscheucht Schweizer ­Arbeitsplätze ins Ausland. Die Zahl der Projekte schiesst 
dieses Jahr in die Höhe. Aber es gibt Grund zur Hoffnung.

Philipp Albrecht

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Industrie: Vor allem Fertigungsjob entstehen im Ausland. Keystone RMS

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Die Katastrophe blieb aus. Die Wirtschaft ist nach dem Frankenschock im Januar 2015 nicht zusammengebrochen. Das Bruttoinlandprodukt war seither nur in einem Quartal rot. Rund 10'000 Stellen sollen verloren gegangen sein, wird geschätzt.
Jetzt zeigt sich, dass fast so viele Arbeitsplätze im Ausland aufgebaut werden – alleine in diesem Jahr. 7126 Stellen hat der Unternehmensberater EY gezählt. Das sind 37 Prozent mehr, als Schweizer Firmen ein Jahr zuvor verschieben wollten. Zugleich kündigten hiesige Firmen eine rekordhohe Zahl von Investitionsprojekten im Ausland an. Sie stieg in einem Jahr von 234 auf 289.

1300 neue Jobs aus der Schweiz in Deutschland

Schaut man die Unternehmensbereiche an, zeichnet sich ein klares Bild ab: Fast die Hälfte aller im Ausland angekündigten Schweizer Arbeitsplätze werden im Bereich Fertigung geschaffen. Und 51 Prozent der Fertigungsjobs werden wiederum in Osteuropa aufgebaut. Vor allem Polen ist beliebt. Das Lieblingsland für Schweizer Investitionen bleibt aber Deutschland. Der Nachbar darf dieses Jahr auf 1300 neue Jobs aus der Schweiz hoffen – hauptsächlich in den Bereichen Vertrieb und Marketing.
Das könne man als positives Zeichen deuten, findet Steuerexperte und EY-Schweiz-Verwaltungsrat Philip Robinson. «Es zeigt, dass Schweizer Firmen neue Märkte erschliessen. Sie investieren in neues Umsatzwachstum, und der daraus erwirtschaftete Gewinn kommt zu einem guten Teil wieder in die Schweiz zurück.»

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Nicht gänzlich verloren

Man dürfe davon ausgehen, dass die Jobs in der Fremde nicht gänzlich verloren seien, sagt Robinson. Zum Beispiel die etwas weniger anspruchsvollen Arbeitsplätze im Bereich Finanzadministration: Sie würden mittelfristig durch die fortschreitende Digitalisierung geschluckt.
Ein Shared Services Center in Osteuropa etwa, das heute 500 Leute beschäftigt, könnte in absehbarer Zeit bis auf ein Zehntel reduziert werden. «Es kann durchaus sein, dass es sich dann für den Schweizer Arbeitgeber eher lohnt, die 50 Leute wieder hier zu beschäftigen.»
Diese Firmen streichen 2017 Arbeitsplätze:
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