SBB schreiben im ersten Halbjahr Gewinn von 126 Millionen Franken
Die ersten sechs Monate 2026 waren für die SBB erfolgreich. Die Bundesbahnen haben einen deutlich höheren Halbjahresgewinn erzielt als vor einem Jahr, die finanzielle Lage bleibt aber angespannt.
Die SBB schauen auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2026 zurück: In den sechs Monaten haben die Bundesbahnen einen Gewinn von 126 Millionen Franken eingefahren – ein Zuwachs gegenüber der Vorjahresperiode von 78 Millionen Franken. «Dazu trugen die wachsende Nachfrage im Personenverkehr, ein positives Immobilienergebnis sowie eine deutliche Ergebnisverbesserung im Güterverkehr bei», schreiben die SBB in einer Mitteilung.
Die finanzielle Lage bleibe trotzdem angespannt, betont das Transportunternehmen: Um den steigenden Investitionsbedarf zu decken, benötige man mittelfristig einen Gewinn von jährlich rund 500 Millionen Franken. Heisst: Die SBB sind beim Gewinn noch nicht dort, wo sie sein wollen. Der Halbjahresgewinn soll in den nächsten Jahren doppelt so hoch ausfallen wie jetzt. «Nur so kann sie ihre Verschuldung stabilisieren und gleichzeitig zielgerichtet in die Zukunft investieren», heisst es dazu im Schreiben.
SBB verzeichnen mehr Fahrgäste
Mit dem operativen Geschäft zeigen sich die SBB ebenfalls zufrieden. Pro Tag verzeichneten sie 1,45 Millionen Fahrgäste in ihren Zügen. Das sind 4 Prozent mehr als noch im ersten Halbjahr 2025.
Auch die Kundenzufriedenheit stieg auf 80,1 Punkte (2025: 79,9 Punkte). «Dazu trugen unter anderem stabilere Betriebsabläufe, verbesserte Informationen bei Störungen und zusätzliche Sitzplätze auf stark nachgefragten Verbindungen bei», schreiben die SBB in der Mitteilung. Die Zugspünktlichkeit ging dagegen leicht zurück – um 0,4 Prozentpunkte auf noch 94,1 Prozent Negativ wirkten sich technische Störungen, witterungsbedingte Einflüsse und Verspätungen im grenzüberschreitenden Verkehr aus.