Keine feindliche Übernahme
Die Übernahme sei nicht feindlich, hiess es in dem Schreiben, welches der Nachrichtenagentur sda vorliegt, weiter. Saint-Gobain und die Erbengemeinschaft verfügten über die gleichen Grundwerte.
Es gebe aber einige Missverständnisse. «Ich hoffe, dass wir unsere Positionen bei einem runden Tisch gegenseitig besser verstehen lernen», schrieb de Chalendar weiter. Sobald die Modalitäten geklärt seien, werde Saint-Gobain Datum und Ort für ein Treffen in der Schweiz vorschlagen.
Gesuch bei Übernahmekommission
Sika hatte zuvor mitgeteilt, dass die Erben der Gründerfamilie Burkard mit ihrer Holding ein Gesuch bei der Schweizer Übernahmekommission eingereicht hätten.
Die Familienholding beantragt, die Übernahmekommission solle feststellen, dass der Verkauf der Aktien durch die Familie Burkard an Saint-Gobain den französischen Konzern nicht verpflichte, den Publikumsaktionären der Sika ein öffentliches Übernahmeangebot zu unterbreiten.
Sika werde das Gesuch und die Anträge der Familienholding im Einzelnen prüfen und «zu gegebener Zeit» im Rahmen des Verwaltungsverfahrens dazu Stellung nehmen, hiess es weiter.