Roche stärkt Pipeline gegen Fettleibigkeit mit Lizenzabkommen
Der Basler Pharmariese schliesst ein milliardenschweres Lizenzabkommen mit Rona Therapeutics für einen experimentellen RNAi-Wirkstoff, der gezielt Fettgewebe abbauen und Muskelmasse erhalten soll.
awp
Mit dem Abkommen will Roche seine bestehende Pipeline im Bereich Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen (CVRM) stärken.zVg
Roche hat mit dem chinesischen Biotechunternehmen Rona Therapeutics eine exklusive Lizenzvereinbarung unterzeichnet. Dabei geht es um einen experimentellen RNAi-Wirkstoff gegen den Rezeptor ALK7. Dieser kommt vor allem im Fettgewebe vor und spielt eine wichtige Rolle bei der Speicherung und dem Abbau von Fett sowie bei der Regulierung des Energiestoffwechsels, wie das US-Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Mit dem Abkommen will Roche seine bestehende Pipeline im Bereich Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen (CVRM) stärken und innovative Behandlungsmöglichkeiten gegen Adipositas entwickeln.
Laut Rona könnte die Hemmung von ALK7 dazu beitragen, insbesondere viszerales Fett (Fett im Bauchraum) und andere Fettablagerungen ausserhalb des normalen Fettgewebes zu reduzieren, während die Muskelmasse erhalten bleibt. Damit verfolgt der Wirkstoff einen neuartigen Ansatz zur Behandlung von Adipositas und Stoffwechselerkrankungen, der sich von bestehenden inkretinbasierten Therapien unterscheidet und diese ergänzen könnte.
Im Rahmen der Vereinbarung erhält Rona Therapeutics Vorab- und kurzfristige Meilensteinzahlungen von bis zu 100 Millionen US-Dollar. Darüber hinaus kann das Unternehmen weitere Zahlungen von bis zu 1,06 Milliarden US-Dollar erhalten, abhängig von der Erreichung bestimmter Entwicklungs-, Zulassungs- und Vermarktungsziele. Zusätzlich sind gestaffelte Lizenzgebühren auf die weltweiten Nettoumsätze vorgesehen.
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