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Menschliche Organe imitieren: Das sind sind Organoide

Orga­noide ermög­lichen es Roche, neue Wirkstoffe unter realitäts­nahen Bedin­gungen zu testen. Das könnte nicht zuletzt Tierversuche ersetzen.

Seraina Gross Handelszeitung

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Der Standortleiter Basel der Roche, Jürg Erismann präsentiert an der Eröffnung des Institute of Human Biology ein Organoid. Keystone

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Kontext

Die Entwicklung neuer Medikamente ist zu teuer – und sie dauert zu lange. Das belastet die Konzernbilanzen und die Krankenkassen gleichermassen. Dieses alte Problem will Roche nun mit einem neuen Ansatz lösen: mit sogenannten Organoiden, die die Struktur und Funktion echter menschlicher Organe imitieren sollen. Um diese neue Technologie voranzutreiben, hat der Pharmariese ein eigenes neues Institut gegründet, das Institute of Human Biology (IHB). Dass sogar Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider zur Institutseröffnung kam, zeigt, welche Bedeutung dieser neuen Technologie beigemessen wird.

1. Zu lang, zu teuer: Warum die Medikamentenentwicklung in der Krise steckt

4 bis 6 Milliarden Franken für ein neues Medikament, zehn Jahre Entwicklungszeit, 90 Prozent Ausfall: Das sind Zahlen, die selbst Gewinnmaschinen wie Roche irgendwann überfordern. «Nur jeder zehnte Wirkstoff, der an Patienten getestet wird, schafft es. Das ist der branchenweite Durchschnitt, der auf Dauer nicht machbar ist», sagt Azad Bonni. Er war Professor an der Harvard Medical School und forschte mit Michael Greenberg, einem Giganten der Neurowissenschaften.

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